Corona-Regeln verharmlost - Sie wollte nackt die Zimmertüre öffnen – Australien weist TV-Persönlichkeit aus
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Corona-Regeln verharmlostSie wollte nackt die Zimmertüre öffnen – Australien weist TV-Persönlichkeit aus

Die Kommentatorin Katie Hopkins hatte auf ihrem Instagram-Kanal angekündigt, gegen die Maskenregeln verstossen zu wollen. Die australische Regierung reagierte umgehend.

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Katie Hopkins erreichte 2007 in Grossbritannien Berühmtheit als Teilnehmerin der TV-Sendung «The Apprentice».

Katie Hopkins erreichte 2007 in Grossbritannien Berühmtheit als Teilnehmerin der TV-Sendung «The Apprentice».

REUTERS
Seither hat die rechte Kolumnistin auf ihren Social Media Kanälen mehrfach mit umstrittenen Äusserungen über Muslime von sich reden gemacht. Ausserdem hat sie sich bereits mehrfach gegen die Corona-Regeln ausgesprochen.

Seither hat die rechte Kolumnistin auf ihren Social Media Kanälen mehrfach mit umstrittenen Äusserungen über Muslime von sich reden gemacht. Ausserdem hat sie sich bereits mehrfach gegen die Corona-Regeln ausgesprochen.

Screenshot/Instagram
Mit ihren Äusserungen hat sich die Britin Hopkins auch in den Vereinigten Staaten einen Namen gemacht. Hier posiert sie mit dem umstrittenen rechten Polit-Aktivisten Roger Stone. 

Mit ihren Äusserungen hat sich die Britin Hopkins auch in den Vereinigten Staaten einen Namen gemacht. Hier posiert sie mit dem umstrittenen rechten Polit-Aktivisten Roger Stone.

imago images/ZUMA Wire

Darum gehts

  • Australien hat die umstrittene britische TV-Persönlichkeit Katie Hopkins ausgewiesen.

  • Katie Hopkins wurde als rechte Kommentatorin bekannt – und als Gegnerin der Corona-Massnahmen.

  • Australien geht strikt gegen die Ausbreitung des Virus vor. Mehrere Tausend Australier und Australierinnen im Ausland können zurzeit nicht nach Hause reisen.

Australien weist eine rechte Kolumnistin aus Grossbritannien wegen Verstössen gegen Corona-Regeln aus. Innenministerin Karen Andrews erklärte am Montag, die Britin Katie Hopkins habe in Instagram-Posts angekündigt, gegen Quarantäneauflagen zu verstossen. «Es ist entsetzlich, dass diese Person sich so verhalten hat, und sie wird das Land verlassen», sagte Andrews dem Sender ABC. Die «Daily Mail» publizierte am Montagmorgen Bilder von Hopkins am Flughafen von Sydney. Gemäss der britische Zeitung verliess Hopkins am Montagnachmittag Lokalzeit das Land.

Hopkins reiste für die Teilnahme an einer Reality-Show nach Australien und ging wie vorgeschrieben vor Beginn der Dreharbeiten in einem Hotel in Sydney in Quarantäne, wo sie 14 Tage bleiben sollte. Schon ihre Einreise sorgte allerdings für Empörung, weil die Regierung erst kürzlich die Zahl der Australier, die pro Woche nach Hause zurückkehren können, auf 3000 reduziert hatte. So soll das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus reduziert werden. Mehr als 34’000 Australier, die auf den Kontinent zurückkehren wollen, sitzen noch immer im Ausland fest.

Hopkins wollte Hotel-Mahlzeiten nackt und ohne Maske entgegennehmen

In einem Video bei Instagram kündigte Hopkins an, sie werde Mitarbeitern des Hotels, die ihr Mahlzeiten aufs Zimmer bringen, nackt und ohne Maske die Tür öffnen. Das ist den Corona-Regeln zufolge nicht erlaubt. Die Hotelgäste müssen 30 Sekunden warten und dürfen erst dann mit Maske die Tür öffnen. Hopkins’ Instagram-Beitrag wurde inzwischen gelöscht. Ministerin Andrews beschrieb den Kommentar als Schande und einen «Schlag ins Gesicht für all jene Australier und Australierinnen, die derzeit unter Quarantäne stehen». «Wir werden sie aus dem Land bringen, sobald wir das arrangieren können», fügte die Ministerin hinzu.

Hopkins ist bekannt für ihre antimuslimischen Äusserungen. Die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie bezeichnete sie als «grössten Witz in der Geschichte der Menschheit». In Australien sollte sie an einer Ausgabe von «Big Brother VIP» teilnehmen, doch die Produktionsfirmen teilten mit, ihr Vertrag sei aufgehoben worden. «Seven und Endemol Shine verurteilen auf das Schärfste ihre unverantwortlichen und rücksichtslosen Kommentare in der Hotelquarantäne», erklärten die Unternehmen.

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(DPA/pme)

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