Aktualisiert 02.09.2019 15:11

SponsoredSieben Fleisch-Irrtümer

Vor dem Fleischkonsum stellen sich für viele die gleichen Fragen. Nicht alle kennen die korrekten Antworten.

Der bewusste Konsum von Lebensmitteln ist für viele Menschen kein schnelllebiger Trend, sondern ein fixer Teil ihres Lebensstils. Und zur Ernährung gehören für 94 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Frischfleisch dazu. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage in der deutschen und französischen Schweiz aus dem vergangenen Jahr.

Trotz der grossen Beliebtheit von Fleisch sind bis heute einige Irrtümer rund um die Produktion der tierischen Nahrungsmittel im Umlauf. Hier die faktenbasierten Antworten auf einige wichtige Fragen:

Ist die Nutztierhaltung nicht negativ für das Klima?

Doch. In der Schweiz beträgt der Anteil der Landwirtschaft am nationalen Ausstoss von Treibhausgasen 12,3 Prozent. Für 60 Prozent der Emissionen sind jedoch Verkehr, Privathaushalte und Industrie verantwortlich. Zudem wirkt gerade Gras- und Weideland als guter CO2-Speicher.

Vor allem die Rindfleischproduktion ist schuld an den negativen Klimaauswirkungen, oder?

Nein. Denn die Erzeugung von Milch, Milchprodukten (Käse, Butter) oder Eiern gibt es nicht, ohne dass auch Fleisch produziert wird. Man kann nicht das eine ohne das andere haben. Gerade in der traditionell von der Milchwirtschaft geprägten Schweizer Landwirtschaft ist die Fleischproduktion untrennbar mit der Produktion anderer tierischer Nahrungsmittel verknüpft. Eine Kuh produziert in ihrem Leben tausende Liter Milch – aber nur, wenn sie jährlich ein Kalb gebärt.

Wie viele GVO-Produkte und Tiermehl bei der Fütterung sowie Hormone und Antibiotika zur Leistungssteigerung dürfen eingesetzt werden?

Keine. Dies ist ein besonders hartnäckiger Irrtum. Fakt ist: Für die Fütterung der Nutztiere werden nur streng kontrollierte, art- und umweltgerechte Futtermittel eingesetzt. Diese sind frei von genveränderten Organismen (GVO) und dürfen kein Tiermehl enthalten. Hormone und Antibiotika zur Leistungsförderung sind in der Schweiz bereits seit 1999 verboten. Das alles wird vom Bund kontrolliert. So wird verhindert, dass toxische oder andere unerwünschte Substanzen in das Schweizer Fleisch gelangen.

Ist die Tierhaltung in der Schweiz besser als im Ausland?

Ja. Der Grund ist eine der strengsten Tierschutzgesetzgebungen weltweit. Und nirgends sonst sind die Tiertransporte so streng geregelt. Zudem fördert der Staat die verantwortungsvolle Haltung – etwa mit dem Programm «Regelmässiger Auslauf im Freien» (RAUS). Von Letzterem profitieren mehr als drei Viertel (76,4 Prozent) der Nutztiere. Und über die Hälfte (58,5 Prozent) lebt nach den Regeln für die «Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme» (BTS). Hinzu kommt: Hierzulande sind auch das Platzangebot im Stall und die Anzahl der erlaubten Tiere pro Betrieb gesetzlich geregelt.

Wird für die Fleischproduktion nicht viel Fläche genutzt, die besser für die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel genutzt werden könnte?

Nein. Weniger als ein Drittel der weltweit landwirtschaftlich nutzbaren Fläche eignet sich als Ackerfläche. Die übrigen zwei Drittel (Wiesen, Weiden, Alpen usw.) dienen den darauf lebenden Nutztieren als Lebensgrundlage. So entstehen aus dem Raufutter hochwertige Nahrungsmittel für die Menschen sowie Wolle und Leder. Durch die vielen steilen Hänge liegen die Werte in der Schweiz noch weiter auseinander.

Stimmt es, dass die Fleischproduktion ein Drittel des Trinkwassers verbraucht?

Nein. In der niederschlagsreichen Schweiz werden lediglich 1,9 Prozent des gesamten Frischwassers für die Landwirtschaft verbraucht. Weltweit sind es laut der UNO 70 Prozent.

Ist Fleisch nicht sehr fettig und deshalb ungesund?

Nein. Der Fettanteil in Fleisch ist nicht grundsätzlich hoch und variiert je nach Fleischart, Teilstück oder Fleischprodukt. Fleischfett macht mit Mass genossen weder schlank noch dick, hat im Körper aber eine sättigende und appetithemmende Wirkung. Wichtig zu wissen: Tierische Fette stehen den pflanzlichen in nichts nach. Sie sind hervorragende Energielieferanten, versorgen uns mit wichtigen Vitaminen, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Diesen Beitrag hat Commercial Publishing in Zusammenarbeit mit «Schweizer Fleisch» erstellt.

Konsum der Zukunft

Die Schweiz bietet beste Voraussetzungen für nachhaltig produzierte tierische Nahrungsmittel. So stammen auch vier Fünftel des Fleisches auf Schweizer Tellern aus dem Inland. Dieses Fleisch hat jedoch seinen Preis.

Deshalb wird bewusster Genuss von adäquaten Mengen, dafür aber von höchster Qualität, für immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten wichtig. Dabei gewinnt die Erkenntnis an Bedeutung, dass nicht nur Filet und andere Edelstücke Spitzenqualität bieten, sondern auch Voressen, Braten, Innereien oder Wurstwaren aus Schweizer Produktion.

Das Fazit: Die Zukunft gehört dem Konsum mit Mass – und zwar bei allen unseren Ansprüchen. Für die tierischen Produkte bedeutet das, dass die regionale und nachhaltige Produktion an Wichtigkeit gewinnt. Und beim Genuss steht zunehmend das Vertrauen in die vernünftige, ausgewogene Ernährung im Zentrum. Darin haben auch Fleischprodukte ihren berechtigten Platz.

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