Uznach SG: Sieben Jahre Haft für Millionenbetrüger
Aktualisiert

Uznach SGSieben Jahre Haft für Millionenbetrüger

Das Kreisgericht Gaster-See in Uznach hat einen notorischen Betrüger zu sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der 39-Jährige erschwindelte mit raffinierten Lügengeschichten über eine Million Franken von Hausfrauen, Handwerkern und Priestern.

Das Gericht sprach ihn des gewerbsmässigen Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig, wie es am Montag bekanntgab. Laut dem Urteil anerkennt der Betrüger Forderungen von 14 Geschädigten im Gesamtbetrag von knapp 1,1 Millionen Franken.

Der mehrfach vorbestrafte Mann tischte seinen Opfern tragische Familiengeschichten auf. So brachte er einen Priester dazu, ihm 174 000 Franken «Unterstützung» zu geben. Andere Opfer köderte er damit, durch Börsen-Insidergeschäfte 500 Prozent Gewinn zu machen. Immer wieder gelang es ihm so, Geld zu erschwindeln.

Verwahrung beantragt

Der Staatsanwalt forderte an der Verhandlung vom vergangenen Freitag eine Freiheitsstrafe von acht Jahren mit anschliessender Verwahrung. Der Angeklagte sei ein Gewohnheitsverbrecher und eine äusserst gefährliche Person. Er gefährde Existenzen.

Der Angeklagte erklärte, Spielsucht und Alkoholprobleme hätten ihn getrieben. Sein Verteidiger plädierte für eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Sein Mandant habe unter dem Druck psychischer Probleme gehandelt.

Das Kreisgericht legte die Dauer der Freiheitsstrafe auf sieben Jahre fest. Eine Verwahrung erachtete er nicht als angemessen für einen Betrüger, wie der Gerichtsschreiber auf Anfrage erklärte. Auf die beantragte Verwahrung wurde verzichtet.

Dem Verurteilten wurden 67 000 Franken Verfahrenskosten auferlegt. Das Urteil kann noch ans Kantonsgericht weitergezogen werden. (sda)

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