09.06.2020 11:40

Digital renoviert

Sieben rekonstruierte Schlossruinen aus Europa

Während manche Schlösser heute als Museen dienen oder sogar noch bewohnt werden, sind von anderen nur noch Ruinen übrig. Diesen Ruinen wurde nun digital neues Leben eingehaucht.

von
Meret Steiger
Schloss Samobor, Kroatien
Schloss Samobor, Kroatien

Die Ruinen von Schloss Samobor befinden sich nur einen kurzen Spaziergang ausserhalb des Zentrums der Ortschaft Samobor. Erbaut wurde das Schloss von den Anhängern von König Ottokar von Böhmen (Ottokar II. Přemysl) im 13. Jahrhundert. Die letzten Besitzer, die tatsächlich im Schloss lebten, war die adlige Familie Erdödy-Kulmer. 1902 kaufte der Ort Samobor das Schloss. Inzwischen gibt es tatsächlich Restaurationspläne, umgesetzt wurde aber noch nichts.

NeoMam Studios / Budget Direct

Europa ist in der Welt bekannt für seine beeindruckenden und vielfältigen Schlösser und Burgen. Ein Teil dieser Burgen wurde restauriert und dienen heute als Hotels, Museen, Veranstaltungsräume oder sogar als Wohnhaus. An anderen hat der Zahn der Zeit deutlich genagt: Sie sind nur noch Ruinen.

Château Gaillard, Frankreich
Château Gaillard, Frankreich

Das Château Gaillard stammt aus dem 12. Jahrhundert. Es befindet sich am Fluss Seine in der Normandie und wurde von Richard Löwenherz, König von England und Herzog der Normandie, erbaut. 1598 wurde es auf Anweisung von König Henri IV. zerstört – er hielt das Schloss für eine grosse Gefahr, sollte es vom Feind eingenommen werden.

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Diese Ruinen wieder aufzubauen ist kompliziert, wahnsinnig teuer und meist auch gar nicht gewünscht. Die Kreativ-Agentur NeoMam Studios aus London haben sich etwas einfallen lassen: Sie rekonstruieren die Schlösser einfach digital.

Dunnottar Castle, Schottland
Dunnottar Castle, Schottland

Dunnottar Castle befindet sich in Aberdeenshire, Schottland. der Name bedeutet auf Gälisch «Burg am Abhang». Die heute noch erkennbaren Gebäude stammen grösstenteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

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Die Verantwortlichen orientieren sich dabei an alten Gemälden, Grundrissen und Schriften, in denen die Schlösser und ihr Aussehen erwähnt werden.

Menlo Castle, Irland
Menlo Castle, Irland

Direkt am Ufer des Flusses Corrib in Galway, Irland, befindet sich diese efeuüberwachsene Ruine: Das Menlo Castle. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und war die Heimat der Familie Blake; ein Schloss aus dem 16. Jahrhundert am Ufer des Flusses Corrib in der Grafschaft Galway. Es wurde 1569 erbaut und war die Heimat der Blakes, irländischer Adel.

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Burg Olsztyn, Polen
Burg Olsztyn, Polen

Erbaut wurde die Burg um 1300, später von Kasimir dem Grossen erweitert. Diverse Kriege, darunter mit den Habsburgern, setzten der Burg aber schwer zu. Auf Polnisch heisst sie «Zamek w Olsztynie».

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Zipser Burg, Slowakei
Zipser Burg, Slowakei

Das sind die Ruinen der Zipser Burg (slowakisch: Spišský hrad) in Žehra im Nordosten der Slowakei. Die Ruine gilt als eine der grössten Burganlagen in ganz Mitteleuropa: Die Aussenmauern umfassen sagenhafte 41’426 Quadratmeter Fläche. Seit 1993 gilt die Zipser Burg als Unesco-Weltkulturerbe, Restaurierungen sind geplant.

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Burg Poenari, Rumänien
Burg Poenari, Rumänien

Die Burg Poenari hatte einst einen sehr berühmten Besitzer: Sie gehörte Vlad III. Drăculea, dem Woiwoden (slawischer Herrschertitel) der Region, der angeblich die Vorlage für Bram Stokers «Dracula» war. Die Burg liegt in Ruinen, weil ein Teil des Gemäuers bei einem Erdrutsch 400 Meter in die Tiefe stürzte.

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23 Kommentare
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NANDO

09.06.2020, 15:32

Ich staune immer wieder, wie diese Menschen das zustande gebracht haben! Mit diesen Mitteln damals wäre das heute unvorstellbar!!

Zardoz

09.06.2020, 15:26

Grossartige Animationen!

boka

09.06.2020, 14:17

Das ist aber herzig, Phantasieproduktionen als Wissenschaft verkaufen, wie mit den Dinos, wo sie Federn, Farben und weiss nicht alles erfinden, obschon nur Fossilien oder Einzelknochen vorhanden sind. Als Pinseler muss man halt Phantasie haben, wenn aus einer Mikroscherbe ein ganzes Objekt entstehen sollte. Ist ja ok, solange dies nicht mit der Etikette der Wissenschaftlichkeit aufgepeppt wird. Wird es aber, obschon es oft Märchenstunden sind.