Sieben Strassentote in einer Nacht
Aktualisiert

Sieben Strassentote in einer Nacht

Drei von ihnen starben unter vorerst nicht geklärten Umständen auf einer Hauptstrasse bei Genf. Zwei Tote forderte ein Selbstunfall im Tessin, je ein Todesopfer forderten zwei Autobahnunfälle in den Kantone Waadt und St. Gallen.

Drei von ihnen starben unter vorerst nicht geklärten Umständen auf einer Hauptstrasse bei Genf. Zwei Tote forderte ein Selbstunfall im Tessin, je ein Todesopfer forderten zwei Autobahnunfälle in den Kantone Waadt und St. Gallen.

Die Umstände, die zum Tod von drei Menschen am Quai de Cologny bei Genf führten, waren bis am Samstagabend nicht geklärt. Ein Paar hatte die Polizei um 03.30 Uhr alarmiert, worauf die Beamten ausrückten und auf der Fahrbahn die Leichen von zwei jungen Männern und einer Frau fanden. Nur wenige Meter von ihnen entfernt lag ein Scooter, der in Frankreich immatrikuliert war. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von einem Unfall aus. Unklar blieb zunächst aber, ob alle drei Getöteten mit dem Motorroller unterwegs waren, oder ob noch andere Fahrzeuge oder Fussgänger in den Unfall verwickelt waren. Die Stelle des Unfalls befindet sich östlich des Stadtzentrums von Genf, die Identität der drei Opfer war zunächst nicht bekannt. Erst vor gut einer Woche waren drei Jugendliche bei Perly im Kanton Genf mit ihrem Auto von einer Brücke gestürzt und in ihrem brennenden Wagen ums Leben gekommen. Ein Vierter entkam damals den Flammen. Seit Jahresbeginn sind auf den Genfer Strassen mindestens 16 Personen ums Leben gekommen.

Zwei Tote im Alter von 20 und 21 Jahren forderte am frühen Morgen des Samstags ein schwerer Verkehrsunfall auf der Kantonsstrasse in Agno im Kanton Tessin. Die beiden jungen Deutschschweizer, die im Tessin lebten, waren nach einem Überholmanöver gegen eine Mauer geprallt. Sie wurden auf der Stelle getötet.

Auf der A13 bei Sennwald im Kanton St. Gallen starb ebenfalls am frühen Samstagmorgen ein 24-jähriger Automobilist, als er nach einem Unfall von einem nachfolgenden Fahrzeug angefahren wurde. Der Mann war gegen 05.15 Uhr zunächst mit der Mittelleitplanke kollidiert und dann nach einer Schleuderfahrt quer zur Fahrbahn zum Stillstand gekommen. Als er seinen Wagen verlassen hatte, wurde er auf der Überholspur von einem herannahenden Auto erfasst und weggeschleudert. Er erlag auf der Unfallstelle seinen Verletzungen, die beiden Insassen des nachfolgenden Fahrzeugs blieben unverletzt. Die Autobahn blieb zwischen Oberriet und Sennwald in einer Fahrtrichtung während rund vier Stunden gesperrt.

Auf der Autobahn A1 starb schliesslich am späten Freitagabend ein 24-jähriger Freiburger, als er nach einem Überholmanöver auf der Fahrt von Yverdon-les-Bains in Richtung Lausanne die Kontrolle über sein Auto verlor und zunächst gegen die Leitplanke und dann gegen eine Mauer prallte. Unmittelbar nach dem Aufprall ging der Wagen in Flammen auf, und dem jungen Lenker gelang es nicht mehr, sein Auto zu verlassen. Die A1 blieb während der Bergungsarbeiten rund sechs Stunden unterbrochen. (dapd)

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