Aktualisiert 25.08.2007 15:09

Sieben Tote bei Anschlag in Bagdad

Bei einem Anschlag in einem schiitischen Viertel Bagdads sind heute sieben Menschen getötet und 30 verletzt worden.

Das teilte ein Krankenhausmitarbeiter mit. Die in einem geparkten Auto versteckte Bombe wurde 500 Meter vom Schrein eines schiitischen Geistlichen, Imam Mussa Kadhim, gezündet. Der Anschlag erfolgte inmitten erhöhter Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz schiitischer Pilger, die zu Feierlichkeiten anlässlich des Geburtstages des «Verborgenen Imams» nach Kerbela reisen.

Angesichts der bevorstehenden Zeremonien erliessen die irakischen Behörden am Samstag ein Fahrverbot für Bagdad und Umgebung. Mit dem Verbot sollen tausende Pilger geschützt werden, die zu den Feiern ins 80 Kilometer entfernte Kerbela reisen. Das irakische Fernsehen zitierte einen Militärsprecher mit den Worten, das Verbot trete am Samstagabend in Kraft und gelte auf unbestimmte Zeit. Der «Verborgene Imam» ist eine Figur aus dem 9. Jahrhundert, die nach schiitischer Überlieferung eines Tages zurückkehren und Frieden bringen wird. Die Feierlichkeiten erreichten am Dienstagabend und Mittwochmorgen ihren Höhepunkt.

Die US-Streitkräfte meldeten unterdessen eine grausige Entdeckung aus der Region Arab Dschabur. Man habe eine mutmassliche Hinrichtungsstätte der Al Kaida gefunden, erklärte der amerikanische Militärsprecher Christopher Garver. In einer Grube hätten menschliche Schädel, verwesende Leichen und blutige Kleidungsstücke gelegen. In einem Gebäude in der Nähe seien Blutspritzer entdeckt worden. Die Soldaten töteten den Angaben zufolge einen mutmasslichen Terroristen bei einem Schusswechsel. Acht weitere Verdächtige wurden festgenommen. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.