Sion: Siebter Wolf geschossen – WWF zeigt sich entsetzt
Aktualisiert

SionSiebter Wolf geschossen – WWF zeigt sich entsetzt

Weil er zu viele Schafe gerissen hatte, wurde gestern im Wallis ein Wolf abgeschossen. Er ist bereits der siebte. Der WWF ist entsetzt.

von
Deborah Rast

In der Schweiz gibt es schätzungsweise 18 Wölfe – seit gestern ist es einer weniger. Wildhüter hatten in den frühen Morgenstunden im Val D'Illiez ein männliches Tier abgeschossen. Der Wolf habe sich in unmittelbarer Nähe von Schafherden aufgehalten, hiess es im Communiqué der Walliser Regierung. Danach wurde der tote Meister Isegrim zur Untersuchung ins Tierspital Bern gebracht.

Das Raubtier war erst Anfang August zum Abschuss freigegeben worden, weil er innert vier Monaten 39 Schafe getötet haben soll. Es ist bereits der siebte Wolf, der in der Schweiz abgeschossen wurde. Das gleiche Schicksal sollen noch zwei weitere Tiere erleiden: Je ein Wolf im Kanton Wallis und im Kanton Luzern sollen erlegt ­werden.

Beim WWF ist man entsetzt: «Wir verurteilen die Tat zutiefst», so Wolfsexperte Kurt Eichenberger. Der WWF verlangt vom Kanton Wallis, dass er die Kosten für den Abschuss offenlegt, denn: «Wären die 330  000 Franken, die der Wolfsabschuss 2006 gekostet hat, in den Herdenschutz investiert worden, so hätte dieser Wolf höchstwahrscheinlich am Leben bleiben können», so Eichenberger.

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