Auf dem Bundesplatz – «Sieg!» – Guillermo Fernandez beendet Klima-Hungerstreik nach 39 Tagen
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Auf dem Bundesplatz«Sieg!» – Guillermo Fernandez beendet Klima-Hungerstreik nach 39 Tagen

Der Freiburger Guillermo Fernandez erklärt seinen Hungerstreik nach fast 40 Tagen für erfolgreich beendet. Er hat dabei über 20 Kilogramm abgenommen.

von
Lucas Orellano
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Seit 39 Tagen sass Guillermo Fernandez streikend auf dem Bundesplatz – zuletzt im Rollstuhl.

Seit 39 Tagen sass Guillermo Fernandez streikend auf dem Bundesplatz – zuletzt im Rollstuhl.

Privat
Sein Ziel: Mehr Sensibilisierung der Bundesversammlung für die Auswirkungen des Klimawandels.

Sein Ziel: Mehr Sensibilisierung der Bundesversammlung für die Auswirkungen des Klimawandels.

20min/zst
Das erklärt er nun für erreicht.

Das erklärt er nun für erreicht.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

Guillermo Fernandez erklärt seinen Hungerstreik für beendet. Seit Anfang November – also seit 39 Tagen – hungerte der Freiburger auf dem Bundesplatz. Damit wollte er ein Zeichen für das Klima setzen und Simonetta Sommaruga dazu bringen, eine Schulung über den Klimawandel für die Bundesversammlung durchführen zu lassen. Nun erklärt er seine Mission für erfüllt.

Grund dafür ist ein Dialog zwischen Wissenschaft und Parlament über die neusten Klima- und Biodiversitätsberichte, den die neue Nationalratspräsidentin Irène Kälin (Grüne) einberufen hat. «Die Berichte sind eine verlässliche und vielzitierte Quelle, wenn es um die Klimaproblematik geht. Parlamentarierinnen und Parlamentarier sollen die Resultate deshalb rasch und aus erster Hand erfahren», wird Kälin in einem Communiqué zitiert. Die Veranstaltung soll am 2. Mai 2022 stattfinden.

Über 20 Kilo verloren

Nach eigenen Angaben hat Fernandez in den letzten 39 Tagen über 20 Kilo an Gewicht verloren und befinde sich in einem «sehr schwachen» Zustand. Darüber, dass er nun seinen Hungerstreik beendet kann, ist er glücklich, wie er auf seiner Webseite schreibt.

«Die wissenschaftlichen Fakten zeigen klar, dass wir unsere Kinder in eine ‹höllische Zukunft› schicken werden, um die genauen Worte von UN-Generalsekretär Antonio Guterres zu verwenden. Viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier scheinen diese beängstigende und dringende Realität nicht zu kennen. Jetzt werden wir wissen, dass sie sie kennen. Wer Bescheid weiss, aber nicht handelt um unsere Kinder zu retten, hat keine Legitimation um über unsere Zukunft zu entscheiden und ganz speziell die Zukunft unserer Kinder.»

Auf dem Bundesplatz erhielt Fernandez während der knapp über fünf Wochen Streik Besuch von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und von verschiedenen Nationalrätinnen und Nationalräten. Am 23. November kam es auch zu einem Zwischenfall, als ein Mann versuchte ihn dazu zu zwingen, Pommes Frites zu essen.

Das sagte Guillermo Fernandez am 7. November über seinen Hungerstreik.

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