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Zu früh gefreutSieg! - Nein, doch nicht

Es ist das Moto-X-Rennen der Frauen bei den X Games 2013 in Los Angeles. Die 18-Jährige Megan Rutledge ist auf Siegeskurs. Noch ein grosser Sprung, noch eine Kurve und das Gold ist... weg!

von
mol

Die Australierin Megan Rutledge bestreitet an den X Games in Los Angeles das Finale im Moto-X. Sie ist erst gerade zarte 18 Jahre alt. In der letzten Runde führt sie das Feld an. Noch ein Kicker und eine Linkskurve stehen zwischen ihr und der goldenen Medaille. Die Sache ist geritzt. Oder doch nicht?

Zunächst sieht noch alles gut aus. In der dritten Runde von insgesamt 12 liefert sich Rutledge mit Kiara Fontanesi aus Italien einen verbissenen Kampf um die Führung. Gejagt wird das Zweiergespann von der Schwedin Sara Petterson. Vicky Golden aus den USA liegt zu diesem Zeitpunkt auf Rang fünf. Bis drei Runden vor Schluss kann sich Rutledge von ihren Verfolgern absetzen und verteidigt souverän Platz eins.

Die Hand gehört an den Lenker

Um Silber und Bronze streiten sich in dieser Phase Golden und Fontanesi, die über vier Sekunden auf die Australierin verloren haben. Patterson ist auf den vierten Rang zurückgefallen. Rutledge biegt auf die letzte Runde ein. Der Sieg scheint ihr sicher. Da kommt der letzte Sprung – und sie tut das, was man besser nicht tun sollte.

X Games 17: Frauen-Motocross-Finale

In der Luft lässt sie mit der rechten Hand den Lenker los und ballt die Faust zum Siegesjubel. Das hätte sie sich besser gespart. Denn die Ziellinie ist noch eine Kurve weit entfernt. Bei der Landung stürzt sie. Golden erbt den Sieg. Die Australierin rappelt sich wieder auf und holt sich noch Silber. Doch die Enttäuschung ist ihr durch den Helm hindurch anzusehen. Später ist ihr Gesicht von Tränen übersät - verständlich.

Erinnern Sie sich an Jacobellis?

Dass Rutledge jedoch nicht die Einzige ist, der ein solches Missgeschick passieren kann, davon kann Lindsey Jacobellis ein Liedchen singen. Dieser «Grab» (siehe Video unten) im Boardercross-Final 2006 in Turin kostete sie den Sieg. Die Schweizerin Tanja Frieden schnappte ihr damals das Gold vor der Nase weg und durfte sich den «Plämpel» um den Hals hängen.

(Quelle: Youtube)

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