Aktualisiert 02.01.2009 21:34

National League A

Siege für Bern und Biel und Lugano

Der NLA-Aufsteiger EHC Biel, der SC Bern und der HC Lugano sind mit einem Sieg ins Neue Jahr gestartet. Die Tessiner setzten sich bei den ZSC Lions mit 5:2 durch. Brady Murrays Treffer zum 4:2 in der 49. Minute entschied die Partie.

Die Bieler bezwangen die Rapperswil-Jona Lakers vor eigenem Anhang verdient mit 3:2. Rico Fata gelang in der 53. Minute der siegbringende Treffer im Powerplay.

Der SC Bern kam gegen den alten Rivalen Genève-Servette ohne grossen Aufwand zu einem 3:0-Sieg. Goalie Marco Bührer blieb zum vierten Mal in der laufenden Saison ungeschlagen und realisierte damit seinen insgesamt 56. NLA-Shutout.

Bührer parierte insgesamt 20 Schüsse. Auf der Gegenseite bot Benjamin Conz (17), der Goalie-Stellvertreter des verletzten Gianluca Mona, in seinem fünften NLA-Einsatz über weite Strecken zwar eine gute Leistung. Doch mit einem fatalen Fehlpass in einem Genfer Powerplay ermöglichte er dem SCB-Stürmer Thomas Ziegler den Shorthander zur vorentscheidenden 2:0-Führung der Gastgeber (38.). Christian Dubé erzielte die beiden anderen Berner Treffer gegen ein offensiv harmloses Genève-Servette.

Lions gegen Bianconeri weiter sieglos

Der HC Lugano bleibt das einzige Team, das die ZSC Lions in dieser Saison noch nicht bezwingen konnten. Die Tessiner siegten in Zürich mit 5:2 und gewannen damit auch das dritte Duell in der laufenden Spielzeit. Raffaele Sannitz war Doppeltorschütze.

Die ZSC Lions haben das Momentum seit der Nationalteam-Pause von Mitte Dezember damit eingebüsst. Nach dem missratenen Jahresausklang in Genf (1:7 am 23. Dezember) erfolgte für die Champions-League-Helden damit auch ein Fehlstart ins neue Jahr. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison verloren die ZSC Lions zweimal in Folge. Der Hauptgrund dafür liegt in einer sichtlich höher gewordenen Eigenfehler-Quote.

Brady Murray wies den Gästen mit seinem Saisontor Nummer 14 (zum 4:2) den Weg zum Sieg. Die finnische Verteidiger-Legende Petteri Nummelin realiserte beim 3:2-Powerplaytreffer des früheren ZSC- Stürmers Thierry Paterlini den 500. NLA-Skorerpunkt. Daneben bot Goalie David Aebischer eine souveräne Leistung bei den Tessinern. Das für einmal auch defensiv überzeugende Lugano überstand zudem beim Stande von 3:2 eine doppelte Unterzahlsituation von 64 Sekunden Dauer ohne Gegentor.

Lugano-Trainer John Slettvoll gewährte zum Jahresauftakt gleich dreien seiner nordamerikanischen Spenglercup-Teilnehmer, Hnat Domenichelli und Randy Robitaille (beide Team Canada) sowie John Pohl (Davos), eine Pause.

Biel im Aufwind

Aufsteiger Biel feierte den zweiten Sieg in Folge gegen einen direkten Konkurrenten unterhalb des Playoff-Trennstrichs. Die Seeeländer besiegten die Rapperswil-Jona Lakers verdient mit 3:2. Der Kanadier Rico Fata entschied die Partie sieben Minuten vor Schluss mit einem Powerplay-Treffer zum 3:2. Der vorangegangene Schuss von Thomas Nüssli war an die Maske von Rapperswil-Goalie Marco Streit gegangen. Die beiden Head-Schiedsrichter liessen die Partie aber weiterlaufen, da die Scheibe nur mit geringer Geschwindigkeit aufgeprallt war.

Die Seeländer dominierten die Partie insgesamt klar (41:17 Schüsse). Erst mit dem 24. Schuss realisierte Biel aber den ersten Torerfolg (1:1). Das sehenswerteste Tor der Partie gelang Biel- Topskorer Thomas Nüssli mit seinem 15. Saisontreffer. 13 Sekunden vor Ablauf des Mitteldrittels traf der frühere Biel-Tospkorer nach einem Sololauf über das ganze Feld zum 2:1.

Lakers-Stürmer Sebastien Reuille vergab im Finish noch zwei hochkarätige Ausgleichsmöglichkeiten für die Gäste, die in der Schlussphase ohne ihren Captain Loïc Burkhalter auskommen mussten. Dessen Restausschluss nutzten die Gastgeber zum Siegtor durch Fata.

Telegramme:

ZSC Lions - Lugano 2:5 (0:0, 2:3, 0:2)

Hallenstadion. - 9668 Zuschauer (Saisonrekord). - SR Stalder, Kehrli/Stäheli.

Tore: 28. Sannitz (Murray) 0:1. 34. Monnet (Pittis, Alston) 1:1. 37. Sannitz (Thoresen/Ausschluss Grauwiler) 1:2. 39. Paterlini (Nummelin/Ausschluss Sejna) 1:3. 40. (39:48) Monnet (Alston) 2:3. 49. Brady Murray (Sannitz) 2:4. 60. (59:45) Romy (Thoresen, Nummelin) 2:5 (ins leere Tore).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Gardner; Thoresen.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Geering, Seger; Schelling, Daniel Schnyder; Gardner, Wichser, Sejna; Monnet, Pittis, Alston; Bastl, Kamber, Krutow; Aurelio Lemm, Grauwiler, Bühler.

Lugano: Aebischer; Nummelin, Cantoni; Chiesa, Julien Vauclair; Helbling, Hänni; Romano Lemm, Romy, Paterlini; Murray, Sannitz, Thoresen; Näser, Conne, Tristan Vauclair; Kostovic, Jörg.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Stoffel (verletzt), Trudel (überzähliger Ausländer) sowie Gloor (krank), Lugano ohne Hirschi (verletzt), Domenichelli, Pohl, Robitaille (Pause nach Spengler-Cup- Einsätzen). - 58:07 Timeout ZSC Lions, ab 57:55 bis 59:45 ohne Torhüter.

SC Bern - Genève-Servette 3:0 (0:0,2:0,1:0)

PostFinance-Arena. - 16 789 Zuschauer. - SR Stricker, Bürgi/Marti.

Tore: 34. Dubé (Gelinas/Ausschluss Breitbach) 1:0. 38:00 Ziegler (Ausschluss Leuenberger!) 2:0. 60. (59:38) Dubé (Gamache, Gelinas) 3:0 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Jobin) gegen Bern, 4mal 2 plus 10 Minuten (Gobbi) gegen Servette.

Bern: Bührer; Jobin, Josi; Beat Gerber, Furrer; Roche, Leuenberger; Patrick Bärtschi, Martin Plüss, Rüthemann; Gelinas, Dubé, Gamache; Abid, Chatelain, Reichert; Trevor Meier, Ziegler, Daniel Meier; Froidevaux.

Servette: Benjamin Conz; Schilt, Goran Bezina; Vukovic, Breitbach; Gobbi, Olivier Keller; Heynen; Rubin, Ritchie, Kolnik; Salmelainen, Aubin, Déruns; Cadieux, Trachsler, Savary; Debrunner, Augsburger, Florian Conz; Fedulow.

Bemerkungen: Bern ohne Rytz, Alain Berger, Pascal Berger (alle verletzt) sowie Bordeleau (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Mona, Mercier, Höhener sowie Vigier (überzähliger Ausländer). - 15. Pfostenschuss Reichert. - Genève-Servette ab 59:00 ohne Torhüter.

EHC Biel - Rapperswil-Jona Lakers 3:2 (0:1,2:0,1:1)

Eisstadion. - 5093 Zuschauer - SR Eichmann/Popovic, Abegglen/Kaderli.

Tore: 18:00 Roest (Geyer, Siren) 0:1. 37. Ehrensperger (Himelfarb, Deny Bärtschi/Ausschluss Voegele) 1:1. 40. (39:47) Nüssli (Hill, Wegmüller!) 2:1. 49. Reuille (Berglund, Burkhalter/Ausschluss Peter) 2:2. 53. Fata (Bizek/Ausschluss Burkhalter) 3:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Biel, 6mal 2 plus 10 Minuten (Nordgren) plus 5 Minuten (Burkhalter) plus Spieldauer (Burkhalter) gegen Lakers.

Biel: Wegmüller; Hill, Steinegger; Reber, Meyer; Gossweiler, Kparghai; Bicek, Fata, Nüssli; Ehrensperger, Peter, Bärtschi; Truttmann, Tschantré, Neff; Tschannen, Himelfarb, Wetzel.

Lakers: Streit; Lindström, Voisard; Guyaz, Berger; Siren, Parati; Schefer, Geyer; Nordgren, Roest, Friedli; Reuille, Burkhalter, Berglund; Voegele, Bütler, Rizzello; Hürlimann, Tschuor, Lindemann.

Bemerkungen: Biel ohne Schneeberger, Brägger, Simon Fischer (alle verletzt) sowie Ling (Vertragsauflösung/zu Jokerit Helsinki), dafür erstmals mit dem slowakischen Internationalen Jiri Bicek. Rapperswil-Jona Lakers ohne Patrick Fischer, Raffainer (beide verletzt) und Svensson (überzähliger Ausländer). Stefan Tschannen für 200. NL-Spiel geehrt. 7. Pfostenschuss Himelfarb. - Rapperswil-Jona Lakers ab 59:00 ohne Torhüter.

Johansson wird laut Slettvoll neuer Lugano-Trainer

Der derzeit noch beim schwedischen Meister HV71 Jönköping unter Vertrag stehende Trainer Kenta Johansson wird in der neuen Saison Headcoach des HC Lugano. Dies bestätigte der aktuelle Lugano- Trainer John Slettvoll nach dem 5:2-Sieg der Bianconeri in Zürich.

«Ich hatte mich in den letzten Tagen bei der Klubführung von Lugano selbst kundig gemacht. Ich wollte ja selbst wissen, inwiefern ich die nächste Saison planen kann. Daraufhin beschied man mir offen, dass Kenta Johansson für die nächste Saison bereits unterschrieben habe», sagte Slettvoll gegenüber der Sportinformation.

Weder von Johansson noch von Lugano war die Vertragsunterschrift bislang bestätigt worden. Der heute 52-jährige Johansson war in den Achtzigerjahren unter Slettvoll einer der Führungsspieler des «Grande Lugano» gewesen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.