Aktualisiert 04.01.2013 21:52

National League A

Siege für Fribourg und Bern

In der 36. Runde der National League A können die Favoriten gewinnen. Fribourg-Gottéron siegt in Kloten 2:4 und Bern zu Hause gegen Davos 4:1.

Kloten - Fribourg: Gottéron für Steigerungslauf belohnt

Dem HC Fribourg gelang eine Reaktion auf die ernüchternde 1:4-Heimniederlage am Mittwoch gegen Rapperswil. In Kloten setzte sich Gottéron mit 4:2 durch.

Die Freiburger verdankten die drei Punkte einem veritablen Steigerungslauf. Der Leader begann im Stadion am Schluefweg ähnlich schwach wie 48 Stunden vorher gegen die Lakers, steigerte sich hingegen im zweiten Abschnitt, lag dennoch bis zur 42. Minute mit 1:2 in Rückstand, riss im Finish aber den Sieg aus dem Feuer. Simon Gamache nach 91 Sekunden im Schlussdrittel und Mike Knoepfli in der 50. Minute erzielten die wegweisendenTreffer vom 1:2 zum 3:2. In der 57. Minute stellte der Lockout-Söldner David Desharnais mit dem vierten Freiburger Goal Gottérons Auswärtssieg sicher. Desharnais erzielte in der NLA erstmals zwei Tore im gleichen Spiel, seine Saisontreffer Nummer 3 und 4.

Generell prägten Abpraller-Goals die Partie. Die ersten fünf Tore der Partie fielen alle erst im zweiten Anlauf. Je zweimal vermochten die Goalies Lukas Meili (Kloten) und Benjamin Conz (Fribourg) Pucks nicht festzuhalten; bei Klotens 1:0 prallte die Scheibe ausserdem vom Pfosten direkt auf den Stock von Denis Hollenstein. Die Gastgeber führten zwar während 26 Minuten, brachen im Schlussabschnitt aber ein, obwohl Fribourg über die Festtage das markant strengere Programm absolviert hatte.

Bern - Davos: Einbahn-Eishockey in Bern

Der SC Bern entschied auch das dritte Duell in dieser Saison gegen Davos für sich. Gegen die offensichtlich müden Bündner setzte sich der SCB in einem einseitigen Spiel problemlos mit 4:1 durch.

Es war Einbahn-Eishockey, was die 17'131 Zuschauer in der zum dritten Mal ausverkauften PostFinance-Arena zu sehen bekamen. der SCB dominierte den HCD im Klassiker fast nach Belieben. Die Berner Dominanz schlug sich allerdings erst gegen Ende des zweiten Drittels auf dem Resultatblatt nieder. Byron Ritchie sorgte mit einem Doppelpack innerhalb von dreieinhalb Minuten für die vorentscheidende 3:1-Führung.

Davos besass seine beste Phase nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (28.), den Joe Thornton nach einem Fehlpass von Berns Martin Plüss realisierte. Mehr als ein Strohfeuer war die kurze Druckphase der Bündner jedoch nicht. Im letzten Abschnitt kam der Spengler-Cup-Finalist - unter anderem im Powerplay - zwar noch zu einigen Möglichkeiten, mit dem 4:1 für Bern zehn Minuten vor dem Ende sorgte Pascal Berger aber endgültig für klare Verhältnisse.

Auf Berner Seite standen neben Ritchie einmal mehr, aber vielleicht zum letzten Mal in Bern, die NHL-Stars im Mittelpunkt. Alle drei Berner Lockout-Verstärkungen fügten sich in die Skorerliste ein: Der überragende John Tavares steuerte zwei Assists bei, Roman Josi und Mark Streit, der gegen den HCD seine 500. NLA-Partie bestritt, je einen.

ZSC Lions - Biel: ZSC mit neuformierten Blöcken zum Sieg

Mit neuformierten Blöcken fanden die ZSC Lions gegen den EHC Biel den ersten Sieg im neuen Jahr. Roman Wick und Dustin Brown führten den ZSC mit jeweils zwei Toren zum 5:2-Sieg.

Der Zürcher Coach Marc Crawford reagierte auf die Heimniederlage vom Mittwoch gegen Bern (2:3 n.P.) und die vorangegangenen dürftigen Leistungen (drei Niederlagen aus vier Spielen) mit Umstellungen in allen Linien. Die ZSC Lions realisierten mit den neuen Formationen den erwarteten Pflichtsieg, erzielten erst zum zweiten Mal in den vergangenen zwei Monaten mehr als vier Tore.

Für die Ausnahmen sorgten Roman Wick und Dustin Brown. Brown, der amerikanische Center und Captain des amtierenden NHL-Meisters L.A. Kings, bevorzugt bei seinen Sturmläufen ohnehin keine Umwege. Aus dem Slot heraus gelangen Brown die Tore zum 2:2 (15.) und 4:2 (38.). Auch Roman Wick gelangen zwei Tore, wobei ihm der erste Treffer gutgeschrieben wurde, weil Eric Beaudoin seine Hereingabe ins eigene Netz abfälschte. Beim Gamewinner zum 3:2 (30.) angelte sich Wick die Scheibe aber an der Bande neben dem Bieler Goal, daraufhin konnte er unbedrängt vors Tor fahren und Reto Berra bezwingen.

SCL Tigers - Zug: Spektakuläre Schlussphase mit EVZ als Sieger

Nach einem unterhaltsamen Spiel gab der EVZ auswärts gegen die SCL Tigers einen Punkt ab. Die Innerschweizer setzten sich mit 3:2 nach Penaltyschiessen durch. Die Schlussphase und das «Shootout» verliefen spektakulär.

Allein das Penaltyschiessen entschädigte die Zuschauer für das Erscheinen in der Ilfis-Halle. Erst verdrippelten sich Linus Omark und Damien Brunner, ehe Henrik Zetterberg einhändig einschob. Was Zetterberg kann, kann ich auch, dürfte sich Thomas Nüssli gedacht haben. Der Stürmer, der erst zum zweiten Mal wieder das Langnauer Trikot trug, traf auf identische Weise wie der schwedische Supperstar. Und mit dem 18. Penalty sorgte Brunner dann doch noch für die Entscheidung und den Zusatzpunkt für sein Team.

Spektakulär war bereits die Schlussphase verlaufen. Zehn Minuten vor dem Ende überstanden die SCL Tigers eine Fünfminuten-Strafe gegen Sami El Assaoui unbeschadet. Sie hatten in dieser Phase (durch Adrian Gerber und Kurtis McLean) gar zweimal den Siegtreffer auf dem Stock. In der Verlängerung, die wegen Strafen während eineinhalb Minuten nur mit 3 gegen 3 Spielern bestritten wurde, hätte Josh Holden kurz vor der Schlusssirene den Siegtreffer für die Zuger bewerkstelligen können. Er scheiterte jedoch an SCL-Goalie Thomas Bäumle.

Die SCL Tigers zeigten auf die 0:5-Niederlage in Genf eine starke Reaktion. Sie hatten die Zuger Paradeformation mit Brunner und Co. mehrheitlich im Griff und hätten die 2:1-Führung gemessen an den Chancen im mittleren Drittel ausbauen sollen. Doch Zetterberg glich in der 38. Minute zum 2:2 für Zug aus und legte damit den Grundstein für den zehnten Sieg gegen die Emmentaler in den letzten elf Direktbegegnungen.

Immer besser in Fahrt kommt Langnaus Pascal Pelletier, der beide Langnauer Treffer (10./22.) erzielte. Der kanadische Stürmer traf in den letzten sieben Spielen sechsmal. Davor hatte er in 26 Partien gerade einmal zwei Tore geschossen.

National League A, 36. Runde

Kloten - Fribourg 2:4 (1:0, 1:1, 0:3)

Kolping. - 5506 Zuschauer. - SR Wiegand, Fluri/Müller.

Tore: 10. Hollenstein (Santala) 1:0. 34. Desharnais (Kwiatkowski/Ausschluss Santala) 1:1. 40. (39:34) Bieber (Stancescu, Santala/Ausschluss Benjamin Conz) 2:1. 42. Gamache (Heins, Bykow) 2:2. 50. Knoepfli (Hasani, Kwiatkowski) 2:3. 57. Desharnais (Knoepfli) 2:4.

Strafen: 4mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Schelling, Blum) gegen Kloten, 5mal 2 plus 10 Minuten (Schilt) gegen Fribourg.

PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Dubé.

Kloten: Meili; Blum, DuPont; Stoop, Schelling; Frick, Pascal Müller; Nicholas Steiner, Bagnoud; Bodenmann, Santala, Hollenstein; Bieber, Jenni, Stancescu; Lundberg, Romano Lemm, Kreps; Herren, Neher, Hoffmann.

Fribourg: Benjamin Conz; Ngoy, Birbaum; Kwiatkowski, Marc Abplanalp; Heins, Schilt; Sebastian Sutter; Brügger, Dubé, Gamache; Hasani, Desharnais, Knoepfli; Sprunger, Bykow, Benni Plüss; Cadieux, Botter, Tristan Vauclair; Merola.

Bemerkungen: Kloten ohne Laich, von Gunten, Du Bois, Sannitz, Samuel Walser und Liniger, Fribourg ohne Jeannin, Lukas Gerber, Loeffel (alle verletzt) und Mauldin (überzähliger Ausländer). - 60. (59:04) Timeout Kloten.

Bern - Davos 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)

PostFinance-Arena. - 17'131 Zuschauer (ausverkauft). - SR Reiber, Arm/Blatter.

Tore: 25. Martin Plüss (Philippe Furrer, Josi/Ausschluss Joggi) 1:0. 29. Thornton (Schommer) 1:1. 36. Ritchie (Beat Gerber, Tavares) 2:1. 39. Ritchie (Tavares, Vermin) 3:1. 51. Pascal Berger (Mark Streit, Scherwey) 4:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Davos.

PostFinance-Topskorer: Tavares; Thornton.

Bern: Bührer; Roche, Streit; Kinrade, Beat Gerber; Josi, Philippe Furrer; Jobin; Pascal Berger, Ritchie, Tavares; Rubin, Martin Plüss, Rüthemann; Vermin, Gardner, Scherwey; Caryl Neuenschwander, Flurin Randegger, Alain Berger; Schmutz.

Davos: Genoni; Forster, Joggi; Alatalo, Ramholt; Schneeberger, Back; Ranov, Grossmann; Sciaroni, Reto von Arx, Dino Wieser; Hofmann, Taticek, Eriksson; Corvi, Marha, Thornton; Sven Ryser, Steinmann, Schommer.

Bemerkungen: Bern ohne Hänni (verletzt) und Bertschy (U20-WM), Davos ohne Bürgler (krank), Jan von Arx, Guggisberg, Rizzi, Corsin Camichel, Nash (alle verletzt), Samuel Guerra, Sieber (beide U20-WM) und Sykora (überzähliger Ausländer). 500. NLA-Spiel von Mark Streit.

ZSC Lions - Biel 5:2 (2:2, 2:0, 1:0)

Hallenstadion. - 8157 Zuschauer. - SR Piechaczek/Rochette (De/Sz), Abegglen/Rohrer.

Tore: 8. Wick 1:0 (Eigentor Beaudoin). 10. (9:20) Kane (Micflikier, Pouliot/Ausschluss Blindenbacher) 1:1. 10. (9:47) Tschantré (Wellinger, Gossweiler/Strafe angezeigt) 1:2. 15. Brown (Shannon, Seger/Ausschlüsse Dominic Meier, Grieder) 2:2. 30. Wick (Shannon, Patrik Bärtschi) 3:2. 38. Brown (Kenins, Cunti) 4:2. 51. Monnet (Brown, Wick/Ausschluss Pouliot) 5:2. Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 6mal 2 Minuten gegen Biel.

PostFinance-Topskorer: Monnet; Micflikier.

ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Lashoff; Seger, Geering; Blindenbacher, Maurer; Daniel Schnyder, Bühler; Brown, Cunti, Kenins; Patrik Bärtschi, Shannon, Wick; Bastl, Ambühl, Monnet; Baltisberger, Trachsler, Schäppi.

Biel: Berra; Grieder, Lauper; Dominic Meier, Kparghai; Dario Trutmann, Huguenin; Wellinger, Gossweiler; Micflikier, Peter, Beaudoin; Ehrensperger, Pouliot, Kane; Marc Wieser, Kellenberger, Tschantré; Gaetan Haas, Gloor, Füglister.

Bemerkungen: Biel ohne Spylo, Untersander und Wetzel (alle verletzt). - Pfostenschuss Dominic Meier (53.).

SCL Tigers - Zug 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.

Ilfis. - 5741 Zuschauer. - SR Eichmann/Popovic, Dumoulin/Micheli.

Tore: 9. (8:31) Patrick Fischer (Fabian Schnyder) 0:1. 10. (9:51) Pelletier (Tobias Bucher) 1:1. 22. Pelletier (Kurtis McLean, Nüssli/Ausschluss Fabian Sutter) 2:1. 38. Zetterberg (Damien Brunner, Andreas Furrer) 2:2.

Penaltyschiessen: Omark -, Kurtis McLean -; Casutt -, Simon Moser -; Damien Brunner -, Pelletier -; Zetterberg 0:1, Nüssli 1:1; Lammer 1:2, Froidevaux 2:2; Nüssli -, Zetterberg -; Kurtis McLean -, Damien Brunner -; Froidevaux -, Zetterberg -; Nüssli -, Damien Brunner 2:3.

Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (El Assaoui) plus Spieldauer (El Assaoui) gegen die SCL Tigers, 5mal 2 Minuten gegen Zug.

PostFinance-Topskorer: Kurtis McLean; Damien Brunner.

SCL Tigers: Bäumle; El Assaoui, Philippe Rytz; Simon Lüthi, Reber; Lardi, Christian Moser; Kim Lindemann; Pelletier, Kurtis McLean, Tobias Bucher; Simon Moser, Froidevaux, Genazzi; Lukas Haas, Adrian Gerber, Nüssli; Leblanc, Rexha, Sterchi.

Zug: Markkanen; Helbling, Patrick Fischer; Diaz, Zubler; Chiesa, Andreas Furrer; Suri, Holden, Lammer; Damien Brunner, Zetterberg, Omark; Fabian Schnyder, Fabian Sutter, Casutt; Fabian Lüthi, Schneuwly, Sven Lindemann.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Spurgeon, Ennis, Popovic, Adrian Brunner, Valentin Lüthi, Claudio Moggi, Sandro Moggi und Jacquemet, Zug ohne Björn Christen, Blaser (alle verletzt), Wozniewski (überzählig) und Martschini (U20-WM). SCL Tigers mit Sportchef Köbi Kölliker statt Konstantin Kuraschew (in Russland) als Assistenztrainer. Timeouts Zug (50.) und SCL Tigers (63.).

National League A

(si)

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