Curling EM: Siege für Schweizer Curling-Teams
Aktualisiert

Curling EMSiege für Schweizer Curling-Teams

Die Schweizer Curlingteams von Christof Schwaller und Mirjam Ott haben an den Europameisterschaften in Champéry eine Siegesserie gestartet.

Christof Schwaller und sein Team kommen immer besser in Fahrt. (Bild: Keystone)

Christof Schwaller und sein Team kommen immer besser in Fahrt. (Bild: Keystone)

Am Montag gewannen die Männer gegen Russland 8:7 und gegen Schottland 8:6, die Frauen gegen Norwegen 8:2 und gegen Holland 10:2. Die Curler des CC St. Moritz haben nunmehr vier von fünf Spielen gewonnen, die Frauen des CC Davos vier von sechs.

Nach dem prestigeträchtigen Erfolg gegen Europameister Schweden zeigten Urs Eichhorn, Robert Hürlimann, Marco Ramstein und Christof Schwaller am dritten Wettkampftag zwei tadellose Leistungen. Die vermeintliche Pflichtaufgabe gegen Aufsteiger Russland lösten sie mit Geduld und abgeklärtem Spiel im Finish. Die Russen um Skip Andrej Drosdow gingen dreimal mit zwei Steinen in Führung, letztmals im 7. End. Hierauf verschafften sich die Schweizer mit einem Dreierhaus zum 7:6 im 8. End den entscheidenden Vorteil.

Im Nachmittagsspiel banden die Schweizer Meister die Schotten zurück, einen Widersacher, der ihnen im Kampf um einen Playoff-Platz gefährlich werden könnte. Der Match verlief ausgeglichen, bis die Schweizer im 7. End ein Dreierhaus herausspielten und 7:4 in Führung gingen. Von dort weg behielten sie die Kontrolle. Für Schottland spielen in Champéry zwei Routiniers mit grossen Meriten. Skip Hammy McMillan errang in den Neunzigerjahren ebenfalls als Skip vier EM- und einen WM-Titel; seit 2002 spielte er nie mehr an einer internationalen Meisterschaft. Die Nummer 3 David Smith ist als Weltmeister-Skip von 1991 in den Statistiken registriert.

Klare Steigerung der Schweizerinnen

Die Schweizerinnen, EM-Zweite und Olympia-Vierte der vergangenen Saison, zeigten im Match gegen Norwegen eine markante Steigerung im Vergleich zu den Spielen vom Wochenende. Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Skip Mirjam Ott tankten Selbstvertrauen für die anstehenden wichtigen Spiele im Hinblick auf die Playoff- Qualifikation. Sie waren klar überlegen, die Norwegerinnen gaben nach sieben Ends in aussichtsloser Lage auf. Dennoch ist Norwegens Frauencurling nach ein paar schwierigen Jahren wieder im Kommen. Die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Linn Githmark führt ein junges Team mit guten Perspektiven an. Auf der ersten Position spielt Kristin Skaslien, die ebenfalls über Skip-Erfahrung verfügt.

Noch krasser war die Überlegenheit der Schweizerinnen in der Partie gegen Aufsteiger Holland (Ester Romijn). Mit einem Zweier- und einem Dreierhaus sowie zwei «gestohlenen» Steinen zur 7:1- Führung machte Otts Crew schon in den ersten fünf Ends alles klar. Nach sieben Ends entschlossen sich die überforderten Holländerinnen zum Shakehands. (si)

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