Siegfried-Gruppe: Weniger Umsatz und Gewinn
Aktualisiert

Siegfried-Gruppe: Weniger Umsatz und Gewinn

Der Pharma- und Naturprodukte- Hersteller Siegfried in Zofingen AG hat im ersten Halbjahr 2005 weniger Umsatz und einen tieferen Reingewinn erwirtschaftet.

Das Ergebnis entspreche aber «wie erwartet der Grössenordnung des zweiten Halbjahres 2004».

Dies schreibt die Siegfried-Gruppe in der Nacht auf Dienstag in ihrem auf dem Internet veröffentlichten Halbjahresbericht. Der Gruppenumsatz sank demnach im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 14,8 Prozent auf 146,8 Mio. Franken und der Reingewinn um 3,1 Prozent auf 15,5 Mio. Franken.

Auch das operative Ergebnis (EBIT) ging zurück - und zwar um 11,1 Prozent auf 17,8 Mio. Franken. Dagegen stieg die EBIT-Marge auf 12,1 Prozent nach 11,6 Prozent in der Vergleichsperiode.

Umsatzrückgang bei Pharma

Markant war der Umsatzrückgang bei den Pharma-Aktivitäten, die unter dem Namen Siegfried zusammengefasst sind. Laut Halbjahresbericht ging er um 16,9 Prozent auf rund 132 Mio. Fr. zurück, der Betriebsgewinn sank auf 17,8 Mio. Fr. von 22 Mio. Fr. im Halbjahr des Vorjahres.

Im Vergleich zum zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres lägen Umsatz und Betriebsgewinn bei der Pharma indes höher: Der Umsatz sei leicht gestiegen, der Betriebsgewinn sogar um 35,5 Prozent. Damit habe sich der Pharma-Bereich stabilisiert, heisst es im Bericht.

Gestiegen sei die Bruttomarge bei der Pharma: von 29 Prozent in den ersten sechs Monaten 2004 auf 35,3 Prozent. Das Unternehmen führt dies auf die Restrukturierungsmassnahmen zurück, die es im vergangenen Jahr eingeleitet hat.

Siegfried baute 2004 rund 100 Stellen ab, alleine 70 in Zofingen. 22 Mitarbeiter wurden entlassen. Ab 2006 will Siegfried dadurch jährlich 25 Mio. Fr. einsparen.

Sidroga verdaut Valverde-Kauf

Siegfrieds Aushängeschild in der Schweiz sind die Sidroga- Produkte. Der Umsatz von Wellness-Tees und anderer Naturprodukte, die unter diesem Namen verkauft werden, nahm um 9,9 Prozent auf 14,8 Mio. Fr. zu. Grund dafür sei die Übernahme der Valverde-Linie von Novartis per 1. Februar 2005. Das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr sei ausgeglichen.

Allerdings seien auch die Umsätze bei Medizinal- und Wellnesstees in Deutschland und Österreich gestiegen. In der Schweiz dagegen seien diese leicht gesunken. Auch seien weniger Valverde-Produkte verkauft worden. Der Grund: Die Abnehmer hätten bei der Übernahme über hohe Lagerbestände verfügt.

Ausblick: «deutlich besseres» Betriebsergebnis

Allerdings nehme der Valverde-Umsatz jeden Monat zu. Zudem will Siegfried «in den nächsten Monaten» neue Produkte auf den Markt werfen. Für das ganze Jahr rechnet Siegfried bei Sidroga mit einem höheren Umsatz. Dieser lag 2004 bei 32 Mio. Franken.

Für die ganze Siegfried-Gruppe wird mit einem Umsatz «in der Grössenordnung von 2004 (321,4 Mio. Fr.) gerechnet. Das Betriebergebnis werde dagegen «deutlich besser» ausfallen. Für das letzte Jahr hatte das Unternehmen einen EBIT vor Sonderpositionen von 33,4 Mio. Fr. ausgewiesen. Siegfried rechnet für das Gesamtjahr mit einer Betriebsmarge von 13 bis 15 Prozent des Umsatzes.

(sda)

Deine Meinung