Yee-haw!: Sieht so eine Vizepräsidentin aus?
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Yee-haw!Sieht so eine Vizepräsidentin aus?

Es ist eine skurrile Nebenerscheinung eines Wahlkampfes im Zeitalter des Internets: Das Auftauchen vermeintlich echter und garantiert gefälschter Fotos der republikanischen Vizepräsidentschafts-Kandidatin Sarah Palin im Web.

Erinnern Sie sich noch? Kaum gab Hollywood-Bodybuilder Arnold Schwarzenegger anno 2003 seine Kandidatur für den kalifornischen Gouverneursposten bekannt, tauchten interessante Fotos aus seiner Vergangenheit im Netz auf: Arnold beim Kiffen, Arnold das Aktmodell, Arnold mit grossbusiger Dame auf den Schultern …

Peinlich? Ein wenig, vielleicht, doch Schwarzeneggers Vergangenheit als frivoler Entertainer war sattsam bekannt. Geschadet hat die Internet-Bilderflut dem gebürtigen Österreicher schliesslich nicht: Er leitet heute weiterhin die Geschicke Kaliforniens.

Nun haben wir eine ähnliche Situation mit Sarah Palin, republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin an der Seite von John McCain: Sarah im Stars-and-Stripes-Bikini mit Knarre, Sarah am Tresen im Minirock, eine junge Sarah nackt – allesamt im Netz nachzugoogeln.

Anders als bei Schwarzenegger sind wohl die meisten dieser Bilder jedoch gefälscht. Palin nahm zwar in jungen Jahren einmal an der Miss-Alaska-Wahl teil, doch dies hat ihrem Image kaum geschadet: Jahre später, als sie Gouverneurin des nördlichsten US-Bundesstaats wurde, kamen Autoaufkleber mit der Aufschrift «Coldest state – hottest governor» ('kältester Staat, heisseste Gouverneurin') in Umlauf.

Die Bewohner von Alaska schätzen ihre «heisse» Gourverneurin. Demnach werden auch die schlüpfrigen Palin-Bilder im Web wohl auch nur eine Fussnote des heurigen US-Wahlkampfs bleiben.

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