Aktualisiert 08.03.2004 09:32

SIG verpackte 2003 rote Zahlen

Der Verpackungskonzern SIG ist im letzten Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz erhöhte sich leicht um 1 Prozent auf 1,896 Mrd. Euro (2,9 Mrd. Fr.).

Der sich im Umbau befindende Konzern rechnet im laufenden Jahr mit besseren Zahlen.

Mitte 2003 hatte das in Neuhausen SH angesiedelten Unternehmen beschlossen, sich auf die beiden Sparten Getränkekartons und Getränkelinien zu konzentrieren.

Wertberichtigungen, Rückstellungen für die Restrukturierung, eine Goodwill-Abschreibung und der unbefriedigende Geschäftsverlauf in der Division Getränkelinien führten zu einem Verlust von 20 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 10 Mio. Euro im Vorjahr, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte von 62 Mio. Euro auf 16 Mio. Euro. Der Bestellungseingang ging leicht um 1 Prozent auf 1,86 Mrd. Euro zurück.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet SIG mit einem Umsatzwachstum und mit einer deutlichen Verbesserung von Betriebs- und Unternehmensergebnis. Nicht berücksichtigt seien aber anstehende Devestitionen. Positiv wirke sich die Einführung des Zwangspfandes im wichtigen Markt Deutschland aus, schreibt SIG. Zudem wird auf die Märkte Russland, Naher Osten und China gesetzt.

Kurzes Gastspiel für VR-Präsident

Der seit 2001 dem Gremium angehörende VR-Präsident Willy Kissling wird auf die Generalversammlung von 30. März zurücktreten. Als Nachfolger ist Lambert Leisewitz vorgeschlagen, der seit 2002 im SIG-Verwaltungsrat ist.

Kissling sehe mit der Neupositionierung des Konzerns und der Eliminierung der Verlustgeschäfte seine strategischen Ziele erreicht, wird als Grund angegeben. Kissling hat sein Amt erst vor einem Jahr angetreten.

Leisewitz sei Leiter von verschiedenen Unternehmen wie zum Beispiel der Apollinaris & Schweppes oder der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach, heisst es in der Mitteilung. Er habe eine langjährige Erfahrung in der Getränkeindustrie. (sda)

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