Sihltal- und Üetlibergbahn ohne Zugbegleitung
Aktualisiert

Sihltal- und Üetlibergbahn ohne Zugbegleitung

Sihltal- und Üetlibergbahn werden auf den Abendkursen weiterhin ohne Zugbegleitung und Treffpunkt-Wagen fahren.

Aus Kostengründen kann die SZU einem Begehren der Gemeinde Langnau am Albis für die S4 nicht nachkommen.

Wie der Gemeinderat von Langnau am Albis am Freitag mitteilte, hat man die Sihltahl Zürich Üetliberg Bahn (SZU) im September nach der entsprechenden Machbarkeit gefragt. Die Sicherheitsmassnahmen wurden jedoch abgelehnt.

Die SZU beantragte ihrerseits bereits 2003 dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), die Zugbegleitung ab 21 Uhr auf die beiden S- Bahn-Linien 4 und 10 auszudehnen, wie der SZU- Sicherheitsverantwortliche Armin Hehli auf Anfrage erklärte. «Man sei ja auch eine S-Bahn.»

Der ZVV lehnte den Antrag im August 2003 ab. Laut David Scheidegger, Sicherheitsverantwortlicher beim ZVV, geschah dies einerseits aus Kostengründen. Andererseits seien Kundenbefragungen zur Sicherheit in der Sihltalbahn positiv ausgefallen.

Offensive nach Übergriffen

Nach mehreren Vorfällen in S-Bahnen waren ZVV und SBB im Dezember 2002 in die Offensive gegangen. Sie lancierten Zugchefs und Begleiter, die während der Randstunden in den Wagen Präsenz markieren sollten. Mittlerweile ist dies auf allen S-Bahnen der Fall.

Zumindest auf jenen, die durch die SBB betrieben werden und durch den Zürcher Hauptbahnhof fahren, wie Scheidegger erklärte. Beim ZVV spricht man dabei vom S-Bahn-Kernnetz. Dieses umfasst derzeit 12 Linien. Nicht dazu gehören die restlichen Linien - darunter Forchbahn (S18) sowie Sihltal- und Üetlibergbahn (S4 und S10).

Um Sicherheit zu gewährleisten, ist auf der S4 seit April 2004 die Bahnpolizei regelmässig unterwegs, wie Hehli erklärte. Zudem steht die Nummer der Bahnpolizei seit geraumer Zeit auf den Fensterscheiben geschrieben.

(sda)

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