13 Prozent im Plus: Sika-Aktie schiesst nach Gerichtsurteil in die Höhe
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13 Prozent im PlusSika-Aktie schiesst nach Gerichtsurteil in die Höhe

Der Übernahmekampf um den Baustoffkonzern Sika belastete den Aktienkurs des Konzerns. Nach dem jüngsten Gerichtsurteil stürzen sich nun Investoren auf den Titel.

von
lin
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Er will den Verkauf der Stimmenmehrheit an den französischen Konzern Saint-Gobain verhindern: Paul Hälg, Verwaltungsratspräsident der Sika. (26. Januar 2015)

Er will den Verkauf der Stimmenmehrheit an den französischen Konzern Saint-Gobain verhindern: Paul Hälg, Verwaltungsratspräsident der Sika. (26. Januar 2015)

Keystone/Steffen Schmidt
Die gesamte Geschäftsleitung bei Sika hat ihren Rücktritt für den Fall angekündigt, dass der Verkaufsdeal zustande kommt: Konzernchef Jan Jenisch. (26. Januar 2015)

Die gesamte Geschäftsleitung bei Sika hat ihren Rücktritt für den Fall angekündigt, dass der Verkaufsdeal zustande kommt: Konzernchef Jan Jenisch. (26. Januar 2015)

Keystone/Ennio Leanza
Unterstützte die Sika-Geschäftsleitung mit einem Gutachten, das die Einschränkung der Rechte der Schenker-Winkler-Holding gutheisst: Rechtswissenschaftler Peter Nobel. (26. Januar 2015)

Unterstützte die Sika-Geschäftsleitung mit einem Gutachten, das die Einschränkung der Rechte der Schenker-Winkler-Holding gutheisst: Rechtswissenschaftler Peter Nobel. (26. Januar 2015)

Keystone/Steffen Schmidt

Am vergangenen Freitag gehörte die Aktie des Zentralschweizer Baustoffherstellers Sika noch zu den Verlierern: Der Kurs sank um 4,2 Prozent auf 4247 Franken. Grund dürften auch die Unsicherheit über das erwartete Urteil des Zuger Kantonsgerichts gewesen sein. Dieses veröffentlichte am Freitagabend nach Börsenschluss einen ersten wegweisenden Entscheid. Es wies dabei alle drei Klagepunkte ab. Das bedeutet, dass das Management einen wichtigen Sieg gegen die Erben des Sika-Konzerns erringen konnte.

Beflügelt von diesem Entscheid des Zuger Gerichts ist der Kurs der Sika-Aktie am Montagmorgen in die Höhe geschossen. Die Aktie war zwischenzeitlich wieder mit gut 4800 Franken bewertet, über 13 Prozent höher als noch am Freitag. Der Titel hat damit die Verluste der vergangenen Tage um einen Schlag wettgemacht.

Rechtsstreit geht weiter

Am Freitag hatte das Zuger Kantonsgericht die Anfechtungsklage der Schenker-Winkler Holding (SWH) gegen die Beschlüsse der GV 2015 abgewiesen. Der Entscheid des Kantonsgerichts Zug ist aber noch nicht rechtskräftig und die SWH hat bereits den Weiterzug angekündigt.

Die Sika-Gründerfamilie Burkard hatte Ende 2014 entschieden, ihre SWH, die über die Stimmrechtsmehrheit bei Sika verfügt, für 2,75 Milliarden Franken an den französischen Konzern Saint-Gobain zu verkaufen. Das Sika-Management sowie Grossaktionäre wie die Bill und Melinda Gates Stiftung wehren sich gegen das Vorgehen der Sika-Erben und wollen den Verkauf verhindern.

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