Silvester am See: Polizei zieht private Knaller ein
Aktualisiert

Silvester am See: Polizei zieht private Knaller ein

Wer mitten in
einer Menschenmenge
Feuerwerk abbrennt,
gefährdet sich und Dritte:
Am Silvesterzauber ist
Feuerwerk deshalb
komplett verboten.

Ein scheinbar harmloser Vulkan kann explodieren, ein illegaler Kracher ein ganzes Poulet oder eine Hand zerfetzen: Die Pyrotechniker der Stadtpolizei zeigten gestern, welche Zerstörungskraft in Feuerwerk schlummert. Etwa wenn man den empfohlenen Sicherheitsabstand nicht einhält. «Viele Leute sind sich der Gefahren von Raketen und Knallkörpern gar nicht bewusst», so Jürg Müller von der Stapo-Abteilung Prävention.

Nur so sei zu erklären, warum Gäste des Silvesterzaubers in den letzten Jahren immer wieder Knaller zündeten – mitten in der Menschenmasse: «Nur zufällig kam es nicht zu tragischen Unfällen», so Müller.

Deshalb ist das Silvesterzauber-Areal rund ums Seeufer Sperrgebiet für private Böller: «Wer Köpfchen hat, lässt sein Feuerwerk zuhause», heisst es in der neuen Kampagne, «Raketen in der Menschenmenge können Ihren Kopf kosten.» Die Polizei will zum Jahreswechsel besonders aufmerksam patrouillieren – und private Raketen auf dem Gelände sicherstellen: «Am 3. oder 4. Januar kann man das Feuerwerk dann wieder abholen», so Müller. Zudem zählt die Polizei auf die Wachsamkeit aller Besucher.

Adrian Schulthess

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