Simbabwe: Beobachter vermuten Betrug
Aktualisiert

Simbabwe: Beobachter vermuten Betrug

Nach den Wahlen in Simbabwe haben afrikanische Wahlbeobachter dem seit 1980 amtierenden Präsidenten Robert Mugabe vorgeworfen, das Ergebnis gefälscht zu haben.

«Uns ist zur Kenntnis gelangt, dass von den 24 678 in einem Bezirk von Harare registrierten Wählern über 8450 unter dem Block 081083 geführt wurden. Dort befinden sich aber nur ein paar Holzhütten», sagte Marwick Khumalo, Chef der Beobachtungsmission des pan-afrikanischen Parlaments.

Die Regerierung habe somit «Phantom-Wähler» erfunden. Dies habe er der Wahlkommission ZEC in einem Schreiben mitgeteilt. Die ZEC wollte die Vorwürfe zunächst nicht kommentieren.

Auch die Opposition unterstellte der Regierungspartei, die Wahlen manipuliert zu haben. Die Regierungspartei habe rund drei Millionen zusätzliche Stimmzettel drucken lassen, damit ihre Anhänger mehrfach für sie stimmen sollten, sagte Tendai Biti, Generalsekretär der Bewegung für den Demokratischen Wandel (MDC).

Die Opposition beklagte zudem, hunderte Wähler seien an den Urnen abgewiesen worden, da sie angeblich nicht registriert waren. Die Wahllokale schlossen um 18.00 Uhr MEZ. Mit offiziellen Ergebnissen wurde erst in den kommenden Tagen gerechnet. (sda)

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