Simbabwe: Bombe explodiert in Haus von Parlamentskandidat
Aktualisiert

Simbabwe: Bombe explodiert in Haus von Parlamentskandidat

Während der Präsidenten- und Parlamentswahlen in Simbabwe ist nach Behördenangaben ein Anschlag auf das Haus eines Regierungskandidaten verübt worden.

Verletzt wurde dabei niemand.

In der zweitgrössten Stadt des Landes, Bulawayo, sei am Samstagmorgen im Haus des Bewerbers der Zanu-PF für einen Parlamentssitz eine Bombe explodiert, sagte ein Polizeisprecher. Es habe noch keine Festnahmen im Zusammenhang mit der Tat gegeben.

Knapp sechs Millionen Wähler sind seit dem Morgen aufgerufen, über die Zukunft von Staatschef Robert Mugabe zu entscheiden, der nach fast drei Jahrzehnten an der Macht in dem südafrikanischen Land erneut um seine Wiederwahl wirbt.

Gegen den 84-Jährigen treten Morgan Tsvangirai von der oppositionellen Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC) sowie als Unabhängiger der frühere Finanzminister Simba Makoni an.

Amtsinhaber Mugabe zeigte sich bei der Stimmabgabe siegessicher, aber auch bereit, eine Niederlage zu akzeptieren. Manipulationsvorwürfe wies er zurück. «Warum sollte ich betrügen? Die Menschen unterstützen uns», sagte er.

Menschenrechtsorganisationen haben wiederholt das autoritäre Regime kritisiert. Die Opposition befürchtet massiven Wahlbetrug. Westliche Wahlbeobachter sind nicht zugelassen. Die Wahllokale schliessen um 18.00 Uhr MEZ. Mit offiziellen Ergebnissen wird erst in den kommenden Tagen gerechnet.

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(sda)

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