Simbabwe: Tsvangirai aus Exil zurück
Aktualisiert

Simbabwe: Tsvangirai aus Exil zurück

Morgan Tsvangirai ist trotz Furcht um sein Leben in sein Heimatland zurückgekehrt. Eine bereits für vergangene Woche geplante Rückkehr hatte Simbabwes Oppositionsführer, der schon mehrere Attentat überlebt hat, aus Sorge vor einem Anschlag verschoben.

Tsvangirai landete auf dem Flughafen in Harare und fuhr in einem Konvoi davon. Der Oppositionsführer tritt am 27. Juni in einer Stichwahl gegen Präsident Robert Mugabe an. Er hatte die erste Runde der Wahl Ende März gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt.

«Ich fühle mich ziemlich sicher», sagte Tsvangirai auf dem Weg zum Flughafen in Johannesburg der Nachrichtenagentur AP. Es sei nicht klar, wann seine Ehefrau und seine sechs Kinder ihm nach Simbabwe folgen würden. Aus Kreisen seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) verlautete, Tsvangirai werde zunächst mit Vertretern der Partei zusammentreffen, bevor er sich vor Journalisten äussern wolle.

Tsvangirai hatte Simbabwe am 8. April verlassen und reiste seitdem durch mehrere afrikanische Länder. Dorthin war er nach der Präsidentenwahl vom 29. März gegangen, weil es wegen des Streits um den Ausgang der Abstimmung zu Unruhen gekommen war. Tsvangirai stellt sich am 27. Juni einer Stichwahl um das Präsidentenamt und tritt dabei gegen den seit fast drei Jahrzehnten regierenden Staatschef Robert Mugabe an.

Ursprünglich wollte er bereits vor einer Woche nach Simbabwe zurückkehren, verschob die Rückkehr aber wegen Informationen über ein geplantes Attentat, die seine MDC erhalten hatte. Tsvangirai überlebte bereits mehrere Attentate.

(SDA/AP)

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