Aktualisiert 26.08.2012 10:05

Sommer-GPSimon Ammann nach Podestplatz glücklos

Simon Ammann verpasst im zweiten Springen im Rahmen des Sommer Grand Prix in Hakuba (Jap) einen Podestplatz, nachdem er am Samstag im ersten Wettkampf Zweiter geworden war.

In der Wind-Lotterie am Sonntag hatte Ammann kein Glück und fiel im zweiten Umgang vom 2. in den 5. Schlussrang zurück. «Der erste Sprung hat mir gut gefallen, im zweiten Durchgang waren die Verhältnisse wegen des Rückenwinds schwierig. Technisch war der zweite Versuch auch nicht ganz sauber gewesen», analysierte Pipo Schödler, der als Coach das Schweizer Team in Japan begleitete. Die Chancen Ammanns auf den Gesamtsieg sind vier Wettkämpfe vor Schluss stark gesunken, da der Deutsche Andreas Wank mit zwei Siegen in Japan seinen Vorsprung gegenüber dem Toggenburger auf 162 Punkte auszubauen vermochte.

Am Samstag hatte Ammann mit einer soliden Leistung aufgewartet, offenbarte gleichwohl aber noch Steigerungspotenzial. «Der erste Sprung war im Flug besser, der Zweite am Tisch», so Schödler. Sofern der vierfache Olympiasieger beide Elemente zusammenfügt, ist er mit Wank auf Augenhöhe. Für Ammann war es der zweite Podestplatz in der diesjährigen Sommer-Serie. Zum Auftakt in Wisla (Pol) hatte er ebenfalls Platz 2 belegt.

Gregor Deschwanden erreichte in Japan mit Platz 13 im ersten Springen das beste Resultat seiner Karriere. Tags darauf bestätigte er seine ansteigende Form und sprang im dritten Sommer-Wettkampf de suite als 18. in die Punkteränge. Der Innerschweizer profitierte dabei auch von starkem Aufwind und kam auf die Tagesbestweite von 132 Metern. Ein Erfolgserlebnis gab es in Hakuba auch für Marco Grigoli, den dritten Schweizer Starter. Der Engadiner schaffte am Sonntag erstmals in diesem Sommer die Qualifikation für einen Finaldurchgang und klassierte sich im 22. Rang.

«Wir sind auf dem richtigen Weg. Alle Schweizer in den Punkterängen - das gab es schon lange nicht mehr», sagte Schödler. Ob Ammann, Deschwanden und Grigoli in einem Monat auch in Almaty (Kas) am Start sein werden, ist noch nicht entschieden.

Hakuba (Jap). Grand Prix. Schlussklassement:

Sonntag:

1. Andreas Wank (De) 245,2 (125,5 m/118 m).

2. Jurij Tepes (Sln) 233,0 (117/119).

3. Dawid Kubacki (Pol) 229,4 (113/127).

4. Vladimir Zografski (Bul) 229,2 (112,5/122,5).

5. Simon Ammann (Sz) 228,6 (122,5/110).

6. Matjaz Pungertar (Sln) 228,1 (115/119).

Ferner: 18. Gregor Deschwanden (Sz) 206,6 (110,5/132). 22. Marco Grigoli (Sz) 205,3 (109,5/126).

Bemerkung: u.a. kein Österreicher am Start.

Samstag:

1. Andreas Wank (De) 259,8 (130,5 m/126,5 m).

2. Simon Ammann (Sz) 251,1 (126,5/125,5).

3. Noriaki Kasai (Jap) 248,3 (124,5/126).

4. Michael Neumayer (De) 246,1 (123/126).

5. Dawid Kubacki (Pol) 245,9 (120,5/129,5).

6. Taku Takeuchi (Jap) 240,5 (120,5/127,5).

Ferner: 13. Gregor Deschwanden (Sz) 233,8 (127/121).

Nicht im Finaldurchgang: 45. Marco Grigoli (Sz) 90,2 (109).

Bemerkung: u.a. kein Österreicher am Start.

GP-Stand (5/9): 1. Wank 409. 2. Ammann 247. 3. Reruhi Shimizu (Jap) 212. Ferner: 30. Deschwanden 40. 51. Grigoli 9.

(si)

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