Aktualisiert 07.11.2013 12:31

Herkulesaufgabe

Simone glaubt an Lausannes Klassenerhalt

Der neue Trainer von Lausanne-Sport heisst Marco Simone. Der ehemalige italienische Nati-Spieler soll die Waadtländer vom Tabellenende wegbringen.

Marco Simone wird Trainer von Lausanne Sport, dem Tabellenletzten der Super League. Mit dem ehemaligen italienischen Internationalen soll der Fall in die Zweitklassigkeit vermieden werden.

Der bald 45-jährige Simone fungiert wegen des fehlenden Trainerdiploms - erst im September 2014 wird der frühere Stürmer von Monaco und Milan die nötige Lizenz erhalten - bei den Waadtländern bis zum Saisonende als Sportdirektor. Offiziell steht demnach der Franzose Herni Atamaniuk, ein Mann seiner Gefolgschaft, an der Seitenlinie.

«Es ist nicht unmöglich»

Faktisch wird jedoch Simone, der mit Milan 1990 und 1994 als Aktiver die Champions League gewonnen hat, das Team von Lausanne führen. Mit ihm soll dem klammen Klub endlich der sportliche Turnaround gelingen. Elf Punkte beträgt der Rückstand auf den rettenden neunten Platz, den derzeit der FC Zürich mit 15 Punkten belegt. «Lausanne ist in einer schwierigen Lage, doch es ist nicht unmöglich», sagte der Italiener bei seiner gestrigen Vorstellung.

Bereits am Samstag im Cup bei Brühl St. Gallen (1. Liga Promotion) wird der Italiener in der Verantwortung stehen und Interimstrainer Alexandre Comisetti ersetzen. Der ehemalige Schweizer Internationale war im Oktober auf den demissionierten und mittlerweile in Sitten engagierten Trainer Laurent Roussey gefolgt, doch unterlag Lausanne unter seiner Leitung in zwei weiteren Meisterschaftsspielen. Vizepräsident Jean-François Collet sagte: «Simone, das ist ein Name. Der Ligaerhalt ist immer noch möglich. Er kann dem Klub neues Leben einhauchen.»

Trainererfahrungen sammelte der vierfache Internationale bisher nur in der Ligue 2 bei der AS Monaco (2011/2012). Zuletzt hatte er sein Fachwissen dem französischen Sender Canal als Experte zur Verfügung gestellt. Bereits am vergangenen Sonntag beobachtete Simone seine neuen Arbeitgeber bei der 0:3-Niederlage gegen St. Gallen und legte den Fokus bereits fest. «Zuerst werde ich mit der Mannschaft vor allem im mentalen Bereich arbeiten.» (si)

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