Nationalrat: Sind diese zwei SVPler für Verstümmelung?
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NationalratSind diese zwei SVPler für Verstümmelung?

162 Parlamentarier waren für ein Verbot von sexuellen Verstümmelungen. Nur zwei stimmten Nein. Beide sind von der SVP. Warum haben sie das getan?

von
feb
Elmar Bigger (links) und Peter Föhn (beide SVP) haben beide Nein gestimmt.

Elmar Bigger (links) und Peter Föhn (beide SVP) haben beide Nein gestimmt.

Sie sind die Exoten unter den Parlamentariern. Elmar Bigger und Peter Föhn stimmten am Donnerstag als einzige unter den 164 Nationalräten gegen das Verstümmelungsverbot. Dies bringt ihnen Kritik ein, die Blogger schiessen bereits scharf gegen die beiden. Wie kann man beim diesem Thema Nein stimmen, fragt sich zum Beispiel Blogger Marcel Widmer. «Wir sollten etwas Stimmung gegen die machen», schreibt ein anderer.

Bigger und Föhn hatten allerdings ihre Gründe, warum sie so stimmten. Nicht etwa, weil sie gegen ein Verbot von Genitalverstümmelungen sind, ihnen ging die Initiative schlicht und einfach zu wenig weit. «Wenn man so ein Verbot einführt, dann richtig», sagt Föhn. Leute, die so etwas machten, müssten so bestraft werden, dass es auch abschrecke. Mit seinem Nein habe er seinen Unmut zum Ausdruck gebracht. Zwei mal Ja könne man leider nicht drücken, fügt er schmunzelnd an.

Die Initiative geht zu wenig weit

Ähnlich tönt es bei Bigger. «Natürlich bin ich voll für ein Verbot von Verstümmelungen, aber für ein richtiges.» Es sei traurig, dass man über das Thema überhaupt tagen müsse. Er sei für viel konsequentere Strafen. «In diesem Bereich bin ich extrem», so Bigger.

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