Aktualisiert 24.08.2019 03:14

Mysteriöse Häufung

Sind E-Zigis schuld an neuer Lungenkrankheit?

Eine neue Atemwegserkrankung besorgt Ärzte zutiefst. Sie befürchten, dass sie von den als weniger schädlich geltenden Zigi-Alternativen ausgelöst wird.

von
fee

Husten, heftige Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, mitunter auch Fieber, Übelkeit und Durchfall – diese Symptome bereiten Medizinern in den USA derzeit grosse Sorgen, wie die «Washington Post» berichtete.

Der Grund: Sie wissen nach wie vor nichts über den Auslöser der Gesundheitsprobleme, die bisher fast 100 Menschen auf die Intensivstation brachten.

Vapen ist einzige Gemeinsamkeit

Unklar ist auch, ob sich die Betroffenen – überwiegend Jugendliche – je wieder erholen. So müssen einige künstlich beatmet werden, andere wie der 26-jährige Dylan Nelson aus dem Bundesstaat Wisconsin mussten ins künstliche Koma versetzt werden.

Fest steht nur, dass es keine Infektionskrankheit ist – und dass alle Betroffenen vor ihrer Erkrankung E-Zigaretten nutzten, die sie mit verschiedenen Liquids befüllten, darunter unter anderem nikotinhaltige, solche auf THC-Basis und selbst gemixte.

Grossangelegte Untersuchung

Ob zwischen dem Vapen und den ernsten Atemwegserkrankungen ein Zusammenhang besteht, wird derzeit geprüft. Die US-Gesundheitsbehörde CDC arbeitet dafür eng mit den Gesundheitsdepartementen der betroffenen Bundesstaaten zusammen.

Derzeit werden die von den Patienten verwendeten E-Zigis und die verwendeten Flüssigkeiten untersucht. So soll herausgefunden werden, ob spezifische Inhaltsstoffe oder Verunreinigungen in E-Zigaretten oder Liquids für die Erkrankungen verantwortlich sind.

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E-Zigaretten gelten als weniger schädlich als klassische Zigaretten. Harmlos sind sie dennoch nicht.

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Thalia Engel
So haben Studien gezeigt, dass beim Verdampfen unter anderem freie Radikale und potenziell schädliche Chemikalien entstehen, die Entzündungen der Schleimhäute fördern und die DNA-Reparatur in den Zellen hemmen können. Derart erhöht sich auch das Krebsrisiko.

So haben Studien gezeigt, dass beim Verdampfen unter anderem freie Radikale und potenziell schädliche Chemikalien entstehen, die Entzündungen der Schleimhäute fördern und die DNA-Reparatur in den Zellen hemmen können. Derart erhöht sich auch das Krebsrisiko.

iStock/Sestovic
Eine Arbeit von Stanford-Forschern zeigt nun, dass auch die Auswahl des Aromas einen Einfluss auf die Gesundheit hat. Konkret wird die Ausschüttung von Entzündungsmarkern in den Zellen erhöht und das Zellwachstum beeinträchtigt, was zum Zelltod führen kann.

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iStock/Librakv

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