Sex-Ratgeber: «Sind schwarze Männer wirklich gut im Bett?»
Aktualisiert

Sex-Ratgeber«Sind schwarze Männer wirklich gut im Bett?»

Latinos sind Mami-Machos und Asiaten im Bett unbrauchbar: Die Amerikanerin J.C. Davies hat einen politisch inkorrekten Ratgeber für gemischtrassige Beziehungen geschrieben.

von
obi

Mit dem Buch «I Got Fever: Love, What's Race Gotta Do With It?», das sich mit Mythen und Wahrheit über die sexuellen Qualitäten verschiedener Rassen beschäftigt, hat Autorin J.C. Davies in den USA gehörig an einem Tabu rüttelt: Was sagt die Rasse über das Balz- und Sexgehabe eines Menschen aus?

Die ehemalige Wall-Street-Finanzanalystin bezieht ihr Wissen aus 20 Jahren Dating-Erfahrungen in New York und zahllosen Interviews. Die Befunde ihrer Arbeit würden faszinierende Einblicke in das Thema kultureller Unterschiede im Liebesleben gewähren, so die Autorin.

Ein Boyfriend, so süss wie ein Oreo-Guetzli

«Niemand hat die Eier dazu, auf direkte Art und Weise über Sex und Kultur zu schreiben. Man muss stets super politisch korrekt sein, am besten gleich ein Professor von Blablabla sein und Tabellen und Diagramme vorweisen können», so Davies im Interview mit der britischen Zeitung «Daily Mail».

Davies hat die Eier dazu: So erfährt der Leser mitunter, dass ihr gegenwärtiger Liebhaber - ein jüdischer Iraner - ein «Terroristengesicht» beim Sex macht. Oder: «Mein erster schwarzer Freund war Republikaner. Weil er so konservativ daherkam und stets einen Anzug trug, dachten die meisten Leute, er sei wohl ein Oreo-Keks» [Oreo-Cookies = schwarzer Biskuit mit cremig-weisser Füllung].

«Die allgemeine Erwartung ist doch, dass schwarze Jungs super im Bett und gut bestückt sind. Leute wollen doch wissen, ob das tatsächlich stimmt! Gehen wir also ein paar Leute befragen!» Die Antworten waren mitunter erstaunlich, so Davies. Regelrecht schockiert war sie ob der Erkenntnis, dass die grosse Mehrheit aller Latino-Männer «macho und besitzergreifend» sein sollen. Ihr eigener Latino-Ex-Mann «war der süsseste Typ auf dem Planeten und absolut un-macho.»

Ran an die Bälle!

Laut Statistiken der Dating-Website «OK Cupid», die in Davies Untersuchungen auch berücksichtigt werden, wurde ein aktives Interesse an Musik und am Tanzen ebenfalls tendenziell Latinos zugeschrieben. Ausserdem fand sie heraus, dass jüdische Männer - entgegen vielen Klischees - nicht knauserig, schwarze Männer aber sehr wohl an Basketball interessiert sind. Asiaten würden eine starke Tendenz zu Materialismus vorweisen. «Einige Asiaten beharren darauf, Geschenke seien als Investment zu betrachten, doch viele geben offen zu, dass es hauptsächlich um Geprotze geht», so Davies.

Davies sieht «I Got Fever» in derselben Liga wie andere Bestseller aus dem in den USA so beliebten Beziehungs-Ratgeber-Sortiment. Beispiele dfür sind «The Rules» oder «He's Just Not that Into You». Doch: «Viele dieser Bücher haben den falschen Ansatz», so Davies, «nämlich, 'du bist ein lächerlicher Fussabtreter und du musst dich ändern!' Mein Buch ist ermutigend, stärkend. Es erlaubt einer Frau, nach eigenem Belieben auszusuchen.»

Keine Präferenz

Ermutigend für die Benutzerin oder nicht – Partner nach rassischen Kriterien zu beurteilen bleibt heikel. So erstaunt es nicht, dass Davies selbst als Rassistin abgestempelt wird. Diesen Vorwurf weist sie natürlich weit von sich: «In den USA ist es einfach so, dass man Rasse, Herkunft und dergleichen nicht in den Medien thematisieren darf. Ich behaupte ja nicht, dass die Multikulti-Gesellschaft gescheitert ist. Im Gegenteil. Doch in den Medien reagiert man hypersensibel auf das Thema.»

Trotz ihren Untersuchungen hat Davies keine persönliche Präferenz für einen bestimmten Männertyp entwickelt. «Viele Leute haben eine Rassenpräferenz, wenn es um Partner geht. Das finde ich nicht weiter schlimm. Wenn man mich vor zehn Jahren gefragt hätte, dann hätte ich auch in die Richtung geantwortet. Doch heute … Du weisst nie, woher dein Seelenverwandter kommen wird. Mein gegenwärtiger Freund sieht aus wie ein Weisser – er kommt aber aus dem Iran.»

Und – er ist nicht beleidigt, dass sie aller Welt von seinem «Terroristengesicht» erzählt hat, so Davies.

Deine Meinung