Selbsttest: Sind Sie süchtig nach Ihrem Smartphone?
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SelbsttestSind Sie süchtig nach Ihrem Smartphone?

Forscher haben zwölf Kriterien aufgestellt, mit denen man herausfinden soll, ob man nicht mehr ohne Smartphone leben kann.

von
ray
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Welche der folgenden zwölf Aussagen treffen auf Sie zu? Zählen Sie für die Auswertung mit. 1. Das erste Ding, das ich morgens nach dem Aufwachen in die Hand nehme, ist mein Handy.

Welche der folgenden zwölf Aussagen treffen auf Sie zu? Zählen Sie für die Auswertung mit. 1. Das erste Ding, das ich morgens nach dem Aufwachen in die Hand nehme, ist mein Handy.

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2. Wenn ich auf dem Weg zur Arbeit merke, dass ich mein Smartphone zu Hause vergessen habe, kehre ich zurück, um es zu holen.

2. Wenn ich auf dem Weg zur Arbeit merke, dass ich mein Smartphone zu Hause vergessen habe, kehre ich zurück, um es zu holen.

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3. Ich nutze mein Smartphone, wenn ich gelangweilt bin.

3. Ich nutze mein Smartphone, wenn ich gelangweilt bin.

Keystone/AP/Andy Wong

James Roberts, Professor an der Baylor University in Texas, hat sich während Jahren mit Studien zum Konsumverhalten und insbesondere zur Handysucht befasst. Dabei fand er unter anderem heraus, dass College-Schülerinnen im Schnitt zehn Stunden pro Tag an ihrem Smartphone verbringen. Bei den männlichen Schülern waren es rund acht Stunden.

Auch andere Untersuchungen fokussieren auf die häufige Smartphone-Nutzung. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive checkt ein Drittel der Handynutzer ihr Gerät sogar während sie im Kino einen Film schauen. 19 Prozent nutzen das Handy in der Kirche, zwölf Prozent unter der Dusche und rund neun Prozent während sie Sex haben.

Ab wann gilt man als handysüchtig?

Handy-Sucht ist laut Roberts ähnlich wie Computer- oder Game-Sucht, die wiederum verwandt mit anderen Verhaltensabhängigkeiten wie Spielsucht oder Sexsucht seien. Alles, was Freude im Gehirn produzieren könne, habe das Potenzial, zur Sucht zu werden.

Nun hat der Forscher zwölf Fragen in sechs Themenbereichen zusammengestellt, mit denen man herausfinden kann, ob man handysüchtig ist. Die Fragen drehen sich um Auffälligkeiten im Verhalten, Stimmungsveränderungen, Toleranz, Rückzugsverhalten oder Konfliktpotenzial.

Die Testauswertung der zwölf Fragen (siehe Bildstrecke) soll Aufschluss über die Abhängigkeit geben. Je mehr man den zwölf Statements zustimmen kann, umso eher handelt es sich bei der betreffenden Person um eine Handy- beziehungsweise um eine Smartphone-Sucht. Roberts macht folgende Abstufungen für die Auswertung:

8 und mehr Zustimmungen: «Sie benötigen eine Reservation in einer Klinik für Handy-Abhängige.»

5 bis 7 Zustimmungen: «Sie haben den Wendepunkt bereits überschritten und steuern geradewegs in eine Handy-Sucht.»

3 bis 4 Zustimmungen: «Sie haben den Wendepunkt noch nicht erreicht, aber sie sollten darauf Acht geben, wie stark ihr Smartphone ihr Leben beeinflusst.»

0 bis 2 Zustimmungen: «Sie leben entweder in einem Kloster oder haben die Geduld und die Selbstbeherrschung eines Mönchs. Oder aber Sie fürchten sich ganz einfach vor Technologie.»

Schweizer zurückhaltender

Schweizer Jugendliche verbringen unter der Woche täglich rund zwei Stunden im Internet, am Wochenende und in den Ferien sind es rund drei Stunden pro Tag. Dies geht aus der James-Studie der Swisscom und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hervor.

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