Rückstand bei Tests: Sind Suter-Bikes noch gut genug?
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Rückstand bei TestsSind Suter-Bikes noch gut genug?

So gut wie noch nie, aber nicht gut genug, um Titel-Kandidat zu sein: Nach den letzten Testtagen vor dem Saisonstart ist Dominique Aegerters Kampfgeist gross. Aber es gibt auch Grund zur Sorge.

von
Klaus Zaugg
Jerez

Die Jagd auf Tom Lüthi ist das grosse Ziel. Die Voraussetzungen sind gut. Nach Abschluss der letzten Tests vor der Saison sind die beiden gleichaltrigen Kumpels Dominique Aegerter und Randy Krummenacher (22) im Team des Westschweizer Unternehmers Olivier Métraux gut drauf (20 Minuten Online berichtete). Ein leichter Rückschlag am vierten und letzten Testtag hat dafür gesorgt, dass aus Optimismus nicht Übermut wird.

Dominique Aegerter steht nach vier Testtagen auf Position 11 und Randy Krummenacher nach einem glimpflich verlaufenen Sturz am Donnerstagnachmittag auf Rang 17 unter den 32 Moto2-Piloten. Lüthi-Ersatz Sergio Gadea (28) ist nach einem Sturz am Donnerstagnachmittag 29. geblieben.

Wie steht es um die Qualität der Suter-Bikes?

Der Grund zur Sorge: Die sechs ersten Plätze halten die Kalex-Piloten. Das deutsche High-Tech Bike ist im Winter ganz offensichtlich weiterentwickelt worden. Eskil Suter hat letzte Saison mit Marc Marquez den WM-Titel gefeiert. Jetzt haben seine Piloten (dazu gehören auch Tom Lüthi, Dominique Aegerter und Randy Krummenacher) unmittelbar vor dem Saisonstart eine leicht unterlegene Maschine. Sind die Suter-Bikes noch gut genug? «Nein, diese Frage stelle sich nicht», sagt Suter, der sich vor Ort hier in Jerez auf dem Laufenden hält. «Die Rückstände sind nicht so gross, dass wir nachrüsten müssen. Auf den Kalex-Maschinen sitzen eben auch gute Fahrer. Mit guter Abstimmungsarbeit werden wir das wieder hinkriegen.»

Doch die Erfahrung lehrt: Es ist nie einfach, Rückstände aus den letzten Tests vor dem Saisonstart (am 7. April in Katar) aufzuholen. Doch Suter sagt: «Wenn Tom Lüthi gefahren wäre, würden wir diese Diskussion nicht führen. Er würde ganz vorne mithalten.» Da ist halt wieder dieser Verweis auf Tom Lüthi, den Dominique Aegerter nicht mag. Es wird so sein, dass der Weltmeister und Sportler des Jahres 2005 mit dem Werweisen, wann er denn wieder fahren kann, so viele Medienpräsenz haben wird wie Dominique Aegerter und Randy Krummenacher mit ihren sportlichen Heldentaten.

Tom Lüthi ist dabei nach einer Ellenbogen- und Schulteroperation (Folgen eines unverschuldeten Teststurzes) wieder fit zu werden. Offiziell gilt das dritte Rennen am 5. Mai als frühestes Comeback-Datum. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass er früher zurückkehrt (20 Minuten Online berichtete).

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