Basel: Sind Zürcher die besseren Architekten?
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BaselSind Zürcher die besseren Architekten?

Der Rhein in den Händen von Zürchern: Ein Zürcher Architekturbüro übernimmt die Gestaltung der beiden Rheinufer.

von
Jeanne Dutoit
So soll das Rheinufer künftig aussehen: Das Zürcher Siegerprojekt. (Bild: Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich)

So soll das Rheinufer künftig aussehen: Das Zürcher Siegerprojekt. (Bild: Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich)

Wenn es um die Gestaltung von Parks, Plätzen und öffentlichen Gebäuden geht, scheinen Zürcher die besseren Ideen als Basler zu haben. Nachdem die Zürcher Landschaftsarchitekten Hager bereits 2007 mit ihrem Konzept für die Promenade

St. Johann überzeugen konnten, liegt nun auch die Zukunft des Kleinbasler Rheinufers in ihren Händen. «Das Projekt hat uns gefallen, da das Rheinufer schön zur Stadt hin geöffnet wird», so Baudirektor Hans-­Peter Wessels. Hager konnten sich in einem anonymen Wettbewerb gegen 15 Teilnehmer durchsetzen. Das Siegerprojekt sieht eine zwei Kilometer lange Allee vor, die von Treppen zum Wasser, Sonnendecks und Buvettes unterbrochen wird. «Es war nicht das spektakulärste Konzept, ist aber gut durchdacht und wurde sorgfältig ­erarbeitet», so Kantonsbaumeister Fritz Schumacher.

n der Vergangenheit belegten Zürcher auch in anderen Architektur-Ausschreibungen den ersten Platz. Ob Erlenmattpark, Life-Sciences-Turm oder Tellplatz: Keiner der anonymen Wettbewerbe wurde von Baslern gewonnen. Wird das Basler Stadtbild von Zürcher Architektur dominiert? Dazu Andreas Burckhardt, Direktor der Handelskammer, der mit der jetzigen Situation zufrieden ist: «In der Schweiz gibt es so viele gute Architekten – ist doch gut, dass wir aus diesem Fundus schöpfen können.»

Zürcher Essen in Basler Krippen

Die Eltern der Kinder im Tagesheim Jungstrasse im St.-Johann-Quartier sind empört: Ihre Sprösslinge bekommen in Zürich hergestellte Kindermenüs. Nach der Kündigung des Kochs werden diese zweimal in der Woche von Zürich nach Basel gebracht. Im Tagesheim müssen die Gerichte laut der «NZZ am Sonntag» nur noch erhitzt und aufgetischt werden. Der Zürcher Hersteller verköstigt in Zürich über 8000 Kinder – für den Basler Frauenverein ein Qualitätszeichen.

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