«The Voice of Italy»: Singende Nonne Cristina legt Kutte ab und kellnert nun in Spanien

Publiziert

«The Voice of Italy»Singende Nonne Cristina legt Kutte ab und kellnert nun in Spanien

Cristina Scuccia, die singende Nonne Italiens, gab in einer Talkshow ihren Austritt aus dem Kloster bekannt. 2014 hatte sie mit Alicia Keys Hit «No One» die damalige «The Voice of Italy»-Staffel gewonnen.

von
Mara Wehofsky
1 / 4
Singende Nonne Cristina Scuccia macht in italienischer Talkshow acht Jahre nach ihrem Sieg der «The Voice of Italy»-Staffel 2014  ihren Austritt aus dem Kloster bekannt.

Singende Nonne Cristina Scuccia macht in italienischer Talkshow acht Jahre nach ihrem Sieg der «The Voice of Italy»-Staffel 2014 ihren Austritt aus dem Kloster bekannt.

Foto: imago/Independent Photo Agency
«Ich glaube, dass man mutig auf sein Herz hören muss», sagte sie in der TV-Show «Verissimo» auf dem Canale 5.

«Ich glaube, dass man mutig auf sein Herz hören muss», sagte sie in der TV-Show «Verissimo» auf dem Canale 5.

Mediaset
2014 gewann sie die damalige Staffel von «The Voice of Italy» und brachte eine Coverversion des Madonna-Hits «Like a Virgin» raus.  

2014 gewann sie die damalige Staffel von «The Voice of Italy» und brachte eine Coverversion des Madonna-Hits «Like a Virgin» raus.  

imago/Italy Photo Press

Darum gehts

  • 2014 gewann die singende Nonne Cristina Scuccia die damalige Staffel der Gesangsshow «The Voice of Italy». 

  • In einem Auftritt in einer italienischen Talkshow machte sie nun öffentlich, dass sie das Kloster verlassen habe.

  • Sie arbeite nun in Spanien als Kellnerin, singe und bete aber weiterhin.

  • Nach ihrem Sieg 2014 veröffentlichte sie eine Coverversion des Madonna-Hits «Like a Virgin», was ihr heftige Kritik der katholischen Kirche einbrachte. 

Vor acht Jahren wurde Cristina Scuccia, eine sizilianische Nonne, durch ihren Auftritt in der Sendung «The Voice of Italy» zur Stimme Italiens. Scuccia machte am Sonntag das Ende ihrer Zeit im Kloster in der italienischen Talkshow «Verissimo» öffentlich. Sie trat in einem roten Hosenanzug mit High Heels und geschminktem Gesicht auf und überraschte ihre Fans, die sie nur in ihrer Nonnenkutte kannten. 

Cristina Scuccia erklärt, warum sie das Kloster verlassen hat.

Instagram/Verissimo

«Ich glaube, dass man mutig auf sein Herz hören muss»

«Ich glaube, dass man mutig auf sein Herz hören muss. Veränderung ist ein Zeichen der Evolution, aber sie ist immer beängstigend, weil es einfacher ist, an seinen Gewissheiten festzuhalten, als sich selbst zu hinterfragen. Gibt es ein Richtig oder Falsch?», sagte sie in der TV-Show «Verissimo» auf dem Canale 5. Das Verlassen des Klosters sei eine Entscheidung gewesen, die sie mit psychologischer Unterstützung verarbeitet habe. Das bedeute nicht, dass sie ihren Glauben aufgegeben habe. «Ich habe mich entschieden, meinem Herzen zu folgen, ohne darüber nachzudenken, was die Leute über mich sagen würden», fügte sie hinzu. Sie lebe jetzt glücklich in Spanien, wo sie als Kellnerin arbeite.  

Kennst du Cristina Scuccia, die singende Schwester?

Scuccia gewann die 2014er-Staffel von «The Voice of Italy» mit der Darbietung des Klassikers «What a Feeling», dem Titelsong aus «Flashdance». Die Italienerin war zu dieser Zeit Teil des Nonnenklosters der Ursulinen der Heiligen Familie in Mailand und wurde von einer Gruppe Nonnen während ihrer ersten Performance von Alicia Keys Hit «No One» hinter der Bühne angefeuert. 

Unchristliches «Like a Virgin»

Obwohl sie zudem von ihrer Oberin begleitet wurde, erntete sie auch Kritik: Nach ihrem Sieg veröffentlichte sie ein Album, das unter anderem eine Coverversion von Madonnas «Like a Virgin» enthielt. Ein Teil der katholischen Kirche kritisierte sie hierfür stark. Der italienische Religiösen-Informationsdienst SIR kommentierte ihr Album als «leichtsinniges und kalkuliertes kommerzielles Unternehmen».  

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

3 Kommentare