Sinneswandel bei Lucerne Tourismus: Bummeln mit GPS
Aktualisiert

Sinneswandel bei Lucerne Tourismus: Bummeln mit GPS

Noch vor einem Jahr wollte Lucerne Tourismus nichts wissen von Stadtführungen per Satelliten-Navigationsgerät. Das sieht jetzt ganz anders aus.

«Unser altbewährter Stadtbummel kann neu von unserer Website auf ein GPS-Gerät geladen werden», sagt Michelle Kranz von Lucerne Tourismus. Bei diesem einen Wegbeschrieb per GPS (Global Positioning System) soll es nicht bleiben: Bald soll das Navigationssystem auch Sportfreunde metergenau entlang von Inline-Skate-Routen und der Strecke des Lucerne Marathons lotsen.

«Damit liegen wir voll im Trend», ist Kranz überzeugt. Das bestätigt Eduard Amrhein (52), dessen Firma die Luzerner GPS-Routen und 4000 weitere in der Schweiz aufgeschaltet hat. Amrhein: «Im März schauten sich 541 Besucher die Sommer-Routen in und um Luzern an, im April waren es schon über 600.»

Von diesem Erfolg waren Luzerns Tourismusexperten nicht immer überzeugt: Zu teuer und zu aufwändig seien digitalisierte Wegbeschriebe, hiess es noch im November 2004. Kranz erklärt den Sinneswandel: «Immer mehr Gäste buchen übers Internet; für die Hi-Tech-Freunde unter ihnen ist das neue Angebot ein Goodie.» Nun prüft Lucerne Tourismus die Anschaffung von GPS-Geräten. Doch Amrhein weiss: «In zwei Jahren wird ohnehin jedes Handy ein GPS-Gerät beinhalten.»

Eva Wirth

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