Sion-Goalie Timothy Fayulu rassistisch beleidigt – FC St. Gallen wird nicht bestraft
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Liga stellt das Verfahren einRassismus-Vorfall gegen Sion-Goalie Fayulu – St. Gallen wird nicht bestraft

Im Spiel gegen St. Gallen Ende August soll Sion-Goalie Timothy Fayulu rassistisch beleidigt worden sein. Die SFL nimmt keine Sanktionen gegen den FCSG vor.

von
Adrian Hunziker
Sven Forster
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Sion-Torhüter Timothy Fayulu soll gegen den FC St. Gallen rassistisch beleidigt worden sein. 

Sion-Torhüter Timothy Fayulu soll gegen den FC St. Gallen rassistisch beleidigt worden sein.

Claudio Thoma/freshfocus
Das Spiel fand am 21. August statt. 

Das Spiel fand am 21. August statt.

Claudio Thoma/freshfocus
Es war das erste Mal, dass er so beleidigt wurde, sagte Fayulu. 

Es war das erste Mal, dass er so beleidigt wurde, sagte Fayulu.

Claudio Thoma/freshfocus

Darum gehts

  • Sion-Goalie Timothy Fayulu soll gegen St. Gallen beleidigt worden sein.

  • Sion-Vizepräsident Gelson Fernandes wollte eine Anzeige gegen Unbekannt einreichen.

  • Die Liga leitete zwar eine Untersuchung ein, stellte das Verfahren nun aber ein.

Beim 1:1 zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Sion am 21. August kam es mutmasslich zu einem Rassismuseklat. Sion-Goalie Timothy Fayulu soll von den Fans der Gastgeber rassistisch beleidigt worden sein. In der Folge leitete die Swiss Football League (SFL) ein Verfahren gegen den FC St. Gallen ein. Nun kam die Liga zum Schluss, dass dieses Verfahren eingestellt wird.

Auf ihrer Website teilt die SFL mit: «Auch wenn die Kommission keinen Anlass hat, an den Schilderungen des Sion-Goalies Timothy Fayulu zu zweifeln, beruht der Rassismus-Vorwurf auf den Aussagen einer einzelnen Person und kann nicht zweifelsfrei belegt werden. Aus diesem Grund erachtet die Disziplinarkommission eine Verurteilung des FC St.Gallen 1879 als nicht gerechtfertigt und stellt das Verfahren ein.»

Fayulu hatte der Vorfall schwer zugesetzt, einen Tag nach dem Spiel sagte er: «Mir tut es sehr weh. Ich habe keine Worte, um es zu beschreiben.» Er erzählte aus seiner Sicht die Erlebnisse aus dem Kybunpark: «Zuerst haben sie mich mit Bier und Feuerzeugen beworfen, aber das ist okay. Danach hörte ich Scheiss Fayulu, Monkey Fayulu. Im Grunde nannten sie mich einen Affen.» Fayulu weiter: «Ich fühle mich, wie wenn man auf mich geschossen hätte.»

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Rassismus betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsnetz für Rassismusopfer

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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