Sion - Xamax 0:0

Aktualisiert

Sion - Xamax 0:0

Eine überzeugende Bewerbung für die Super League lieferte weder Neuchâtel Xamax noch Cupsieger und Aufstiegsaspirant Sion im Hinspiel der Auf-/Abstiegsbarrage ab.

Der FC Sion und Neuchâtel Xamax trennten sich im Sittener Tourbillon 0:0. Das Rückspiel findet am Sonntag (16.00 Uhr) in La Chaux-de-Fonds statt.

Vor 11 000 Zuschauern boten die beiden Westschweizer Vereine eine schwache Leistung. Auf dem nassen und schwer bespielbaren Rasen diktierte Sion das Geschehen. Torchancen erspielten sich die Walliser allerdings 90 Minuten lang kaum. Nur einige Weitschüsse brachten Xamax-Keeper François Bedenik in Bedrängnis. Erst in der Nachspielzeit hatte Sion die grosse Möglichkeit, doch noch mit einem Vorteil nach La Chaux-de-Fonds zu reisen. Schiedsrichter Massimo Busacca entschied nach einem nicht offensichtlichen Foul an Alain Gaspoz auf Penalty; Goran Obradovic scheiterte aber an Bedenik.

Noch bescheidener war die offensive Ausbeute der Neuenburger, die ihre beste Möglichkeit in der 62. Minute vergaben. Asim Sahic schoss aus idealer Position knapp am linken Pfosten vorbei. Für Turbulenzen und eine gewisse Art von Unterhaltung sorgte eigentlich nur das Sittener Publikum - vor dem Anpfiff mit einem beeindruckenden Fahnenmeer, nach der Partie durch diverse Feuerwerkskörper, die auch auf dem Feld landeten. Die Spieler liessen sich am Ende von der Hektik anstecken und lieferten sich nach dem Schlusspfiff ein unschönes Handgemenge, das aber ohne Konsequenzen blieb.

Kaum Torchancen

Alles in allem war dieses Hinspiel der Barrage nicht mehr als ein Aufgalopp für den zweiten Teil. Sions Coach Christoph Moulin sah trotzdem Grund zum Optismus: «Wir haben hier 90 Minuten lang dominiert und hätten ein Tor verdient.» Sion machte zwar das Spiel, doch was dabei heraussprang, war zumeist nicht der Rede wert. Weitschüsse von Alain Gaspoz und Manuel Bühler in der Startviertelstunde, eine misslückte Direktabnahme von Paulo Vogt Sekunden vor der Pause und ein weiterer Versuch aus der Weite von Bühler waren die magere Ausbeute des Cupsiegers bis zum kläglich verschossenen Penalty von Obradovic. Dabei war Obradovic zuvor einer der wenigen Aktivposten auf dem Feld gewesen. Der serbische Spielmacher war erstaunlich lauffreudig und technisch überragend. Er liess sich jeweils weit zurückfallen, um Ordnung ins Spiel zu bringen und die Angriffe zu lancieren. Wenn dann Gefahr aufkam, hatten meistens Gaspoz oder Alberto Regazzoni, die Aussenläufer auf der rechten Flanke, ihre Füsse im Spiel.

Passives Xamax

Während Sion zumindest den Versuch unternahm, ein wenig Offensivgeist in die Partie zu bringen, war der Super-League-Verein Xamax fast inexistent. Aus dem Spiel heraus gelang den Neuenburger bis auf Sahic' leicht verzogenem Schuss aus der 62. Minute nichts. Sie hatten ihre gefährlichen Aktion nach Standardsituationen, die gefährlichste schon nach drei Minuten als Lalic Sions Goalie Germano Vailati zur Parade zwang. Das Team von Miroslav Blazevic, das vor zwei Jahren Barrage-Erfahrung sammelte, schien kein grosses Interesse daran zu haben, ein Auswärtstor zu schiessen.

Dies könnte sich rächen, denn am Sonntag muss Xamax nun gewinnen oder bei einem 0:0 über das Penaltyschiessen den Klassenerhalt sichern. Sion reicht bereits ein Unentschieden mit einem Tor zum Aufstieg. Klar ist aber, dass sich beide Mannschaften steigern müssen, um Werbung für das Meisterschaftsfinale zu machen. Was die Spieler im Tourbillon boten, konnte zu keinem Zeitpunkt begeistern.

(si)

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