Niederlage für CC: Sions Rekurs abgeschmettert

Aktualisiert

Niederlage für CCSions Rekurs abgeschmettert

Der FC Sion darf seine sechs neuen Spieler weiterhin nicht einsetzen. Christian Constantins Rekurs gegen die Fifa-Anweisung ist von der Swiss Football League abgelehnt worden.

Sion ist vom Rekursgericht der Swiss Football League (SFL) zurückgewiesen worden. Die Liga setzt die Anweisung der FIFA damit um und verweigert den sechs neuen Spielern der Walliser bis zum Ende der Vorrunde die Qualifikation.

Damit wurde das erstinstanzliche Urteil der Qualifikations-Kommission geschützt, welche die von der FIFA verhängte Transfersperre als rechtens taxierte. «Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die SFL sind, gemäss ihren eigenen Statuten, verpflichtet, diesen Entscheid inhaltsgetreu zu befolgen und anzuwenden», übermittelte die SFL im «Fall Sion» eine klare Botschaft.

Constantin will sich wehren

Christian Constantin kommentierte die negative Nachricht ebenfalls. Es gebe nun zwei Wege, das Verdikt weiter anzufechten. Den Spielern bliebe der zivilrechtliche Weg, ihm der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne: «Ich muss nun das CAS anrufen, weil alle anderen Mittel ausgeschöpft sind.»

Für die Haltung der SFL zeigt er überhaupt kein Verständnis - schon gar nicht für die seiner Meinung nach zu träge Verbandsjustiz: «Das Prozedere der SFL ist unglaublich. Sie benötigte zehn Tage für einen Entscheid, den man in zwei oder drei Tagen fällen könnte. Sie tun alles dafür, uns das Leben schwer zu machen.»

Sion spielt weiter unter Protest

Das CAS wird den dringenden Fall - die Meisterschaft läuft auf Hochtouren - womöglich in einem Schnellverfahren behandeln. Zu klären ist, ob Sion die Transfersperre von zwei Perioden tatsächlich noch nicht verbüsst hat. Die Walliser pochen darauf, dass sie bereits eine gesamte und zwei partielle Perioden «abgesessen» hätten - die FIFA hingegen hat den FC Sion mit zwei ganzen Transferperioden belegt.

Bis auf weiteres kann der Verein die Professionals Gabri, Pascal Feindouno, Mario Mutsch, Stefan Glarner, Billy Ketkeophomphone und José Gonçalves nicht einsetzen und wird in der Axpo Super League weiterhin nur unter Protest antreten. Sollte der CAS den Richterspruch der SFL widerlegen, dann droht dem Schweizer Klub-Fussball ein mittleres Chaos. (si)

Deine Meinung