Wird der Bund handeln? - Situation auf den Intensivstationen spitzt sich zu
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Wird der Bund handeln? Situation auf den Intensivstationen spitzt sich zu

Die Zahlen von Covid-Infizierten haben in den letzten zwei Wochen rasant zugenommen. Die fünfte Welle ist in vollem Gange. Intensivpatientinnen und -patienten müssen bereits in andere Kantone verlegt werden.

von
Samina Stämpfli
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Wie Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen, sind verschiedene Kantone betreffend Intensivstationen bereits am Anschlag. 

Wie Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen, sind verschiedene Kantone betreffend Intensivstationen bereits am Anschlag.

20min/Marvin Ancian
So soll sich die Lage in den letzten zwei Wochen dramatisch verschlechtert haben. 

So soll sich die Lage in den letzten zwei Wochen dramatisch verschlechtert haben.

Danny Gohlke/dpa
Wegen des Personalmangels haben zudem die Kapazitäten abgenommen. 

Wegen des Personalmangels haben zudem die Kapazitäten abgenommen.

Kay Nietfeld/dpa

Darum gehts

  • Die Situation auf den Schweizer Intensivstationen sieht nicht gut aus.

  • Es werden bereits Patientinnen und Patienten in andere Kantone verschoben, weil es an Kapazitäten fehlt.

  • Wird der Bundesrat kommende Woche handeln?

Während der Bundesrat an der Pressekonferenz von vergangener Woche noch sagte, die Lage der Spitalkapazitäten sei «unter Kontrolle», zeichnet sich gemäss Recherchen der «SonntagsZeitung» (Bezahlartikel) ein anderes Bild der Situation ab. So soll sich die Lage in den letzten zwei Wochen dramatisch verschlechtert haben.

In mehreren Kantonen gibt es nur noch ein freies Bett auf der Intensivstation. Das Beispiel Wallis soll gut zeigen, dass sich die Fallzahlen der stationären Covid-Patientinnen und -Patienten in der letzten Woche fast verdoppelt haben, die Zahl der Intensivpatientinnen und -patienten sei auch gestiegen – einzig ein Bett auf Intensivstationen von Walliser Spitälern sei am Freitag freigeblieben. Dasselbe in Freiburg, und in Zug waren es nur noch zwei. In grösseren Kantonen, wie beispielsweise Zürich, war die Auslastung bei 88 Prozent.

In Zürich liegen auch Patienten aus anderen Kantonen auf der Intensivstation

Besonders betroffene Kantone verschieben ihre Patientinnen und Patienten bereits in andere Kantone, welche das tun, konnte die «SonntagsZeitung» nicht in Erfahrung bringen. Die Zürcher Gesundheitsdirektion berief sich auf den Datenschutz.

Die Kapazitäten sind fast ganz ausgelastet. Ab 200 Covid-Patientinnen und -Patienten werden weniger dringliche Eingriffe verschoben. Am Freitag waren es schweizweit 190 davon. Ein weiteres Problem ist, dass die Gesamtzahl der Intensivbetten wegen des Personalmangels abgenommen hat. Im Herbst waren es noch 1000 Betten, inzwischen sind es 854.

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