Aktualisiert 06.03.2005 23:20

Skandal: Atommüll im Meer entsorgt

Entsorgungs-Skandal in Grossbritannien: Hochradioaktive Abfälle aus einem Atomkraftwerk sind ins Meer gespült worden.

Die Mitarbeiter der Atomanlage Dounreay im schottischen Caithness hatten die Affäre offenbar gezielt vertuscht. Dies berichtete die «Sunday Times» unter Berufung auf den früheren Chef des Gesundheitsdienstes in dem Werk. Ex-Dounreay-Mitarbeiter Herbie Lyalls übergab der Zeitung Unterlagen, die beschreiben, wie hochradioaktive Abfälle in Anlagen für gering belasteten Müll gewaschen und ins Meer gespült wurden.

Mehr als 50 stark strahlende Partikel seien anschliessend an einem öffentlichen Strand angeschwemmt worden. «Es wurden so viele Lügen erzählt, um die Öffentlichkeit über Dounreay zu täuschen, dass ich mich verpflichtet fühle, die Sache richtig zu stellen», sagte Lyalls der «Sunday Times».

Lyalls war 1984 in einem Team, das den Zwischenfall an dem öffentlichen Strand unter den Teppich kehrte. Nach dem Vorfall sei der Strand noch 13 Jahre lang von Badegästen genutzt worden.

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