Fleisch auch bei uns?: Skandal um Horror-Schlachthaus
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Fleisch auch bei uns?Skandal um Horror-Schlachthaus

Ein Tierquälerei-Skandal erschüttert das Nachbarland Frankreich und hat zur Schliessung eines Schlachthauses in Alès geführt. Gelangte das Fleisch auf Schweizer Teller?

von
20M

In Frankreich füllt ein Fleisch-Skandal die Zeitungen und Online-Portale mit unappetitlichen Schlagzeilen und Bildern. Eine Reportage der Tierschutz-Organisation L214 über ein «Horror-Schlachthaus» in der Stadt Alès im Département Gard, vier Autostunden südlich von Genf, sorgt für Wirbel.

Zu sehen ist unter anderem, wie Tiere während der Schlachtung am Boden liegen – in einer Mischung aus Blut, verschmutztem Wasser und Fäkalien, wie ein Tierarzt sagt. An anderer Stelle wachen mehrere Schafe während ihrer Schlachtung auf – und werden erst dann getötet. Auch Schweine und Pferde sollen nicht ausreichend betäubt gewesen sein für eine Schlachtung.

Schweiz betroffen?

Laut französischen Medien hat die Gemeinde das Schlachthaus nach der Veröffentlichung der Reportage geschlossen und eine Untersuchung angekündigt. Man wolle feststellen, ob es «Mängel bei der Schlachtung von Tieren» gab. Die französische Association Pour l'Égalité Animale (PEA) meint, es sei gut möglich, dass Fleisch aus dem Horror-Schlachthaus in Schweizer Läden verkauft werde, berichtet «Le Matin».

Doch stimmt diese Behauptung? Sowohl Coop als auch Bell sagten gegenüber der Zeitung, sie hätten garantiert kein Fleisch aus diesem Schlachthaus im Angebot. Bei der Migros «ist eine Untersuchung im Gang», aber derzeit «deutet nichts darauf hin», dass es im Sortiment Fleisch aus dem betreffenden Schlachthaus aus Frankreich gibt, so der Detailhändler zu «Le Matin».

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