Babyshambles - «Down in Albion»: Skandal und Segen: Doherty's Soundleben
Aktualisiert

Babyshambles - «Down in Albion»Skandal und Segen: Doherty's Soundleben

Nach dem geplatzten Babyshambles-Gig im Abart-Club kommt diesen Freitag nun als Tröster das Debütalbum.

«Down in Albion» wird treue Pete-Doherty-Anhänger versöhnen, denn der Ex-Libertines-Frontmann macht mit «Fuck Forever», «Albion» oder «Pipedown» endlich auch wieder musikalisch von sich reden.

Die Klatschpresse bekommt dennoch gutes Futter. Bildet doch seine Amour fou mit Kate Moss einen gewichtigen Part des Albums. Bereits im Opener «La Belle et la Bête» geben sich die Skandalikonen der Rockschickeria gänzlich ihren Rollen hin. Während Doherty von einem vollgepumpten Emporkömmling singt, flötet Moss im Refrain: «Is she more beautiful than me?» Mit «What Katy Did Next» schreibt er seiner Herzensdame dann eine Liebeserklärung und malt im Booklet ein Herz unter ihr

Foto.

Gleichgültiger trug kaum einer sein Privatleben in die Öffentlichkeit.

Egal, das Album beweist, dass Doherty nicht nur in der Gosse rumtorkelte. Die Babyshambles spielen variantenreicher auf als The Libertines und bieten mit dem Ragga-Track «Pentonville» eine echte Überraschung. Abgesackte Pub-Schunkler wie «Sticks and Stones» hätte es dagegen nicht gebraucht. (Veröffentlichung: 18. November 2005)

Olivier Joliat

Deine Meinung