Österreich – Skandalpolitiker HC Strache ist pleite und bittet Follower um Geldspenden
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ÖsterreichSkandalpolitiker HC Strache ist pleite und bittet Follower um Geldspenden

Der frühere Chef der rechtsgerichteten FPÖ ist offenbar in Geldnöten: Auf Facebook bittet Heinz-Christian (HC) Strache (52) seine gut 57’000 Fans um finanzielle Unterstützung, um seine Anwaltskosten zu bezahlen.

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HC Strache leidet unter Geldsorgen.

HC Strache leidet unter Geldsorgen.

REUTERS
Erst im August wurde er erstinstanzlich wegen Korruption zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt.

Erst im August wurde er erstinstanzlich wegen Korruption zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt.

AFP

Darum gehts

Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn hätten ihm finanziell stark zugesetzt, schreibt der ehemalige österreichische Vizekanzler auf Facebook. Die Kosten hätten ihn «an den Rand des Ruins» getrieben, so die «Kleine Zeitung». Um weiterhin mit anwaltlicher Hilfe für «Recht und Gerechtigkeit» kämpfen und seine «freiheitlich-patriotische Gesinnung» leben zu können, bittet er nun um finanzielle Zuwendungen. Mit dem Geld wolle er seine Anwälte und Anwältinnen entlöhnen, damit seine juristische Verteidigung «gegenüber den falschen und verleumderischen Anschuldigungen» weiterhin sichergestellt sei. Im Post finden sich entsprechend seine Bankdaten.

Hintergrund des Spendenaufrufs: Seit zweieinhalb Jahren ermittelt die Justiz gegen den ehemaligen Spitzenpolitiker wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit einer Spendenaffäre und wegen des sogenannten «Ibiza-Videos», das ihn seine Karriere kostete. Im August dieses Jahres wurde er wegen seiner Verstrickung in einen Skandal um den Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (Prikraf) zu zwölf Monaten bedingt verurteilt. Dagegen ging er in Berufung.

Hämisches Feedback von den Followern

Während es aus den Kreisen seiner Fans hiess, dass es «zutiefst menschlich» sei, wenn Strache nun um Hilfe bitte («er war ja immer für andere da»), geizen die Facebook-Nutzer und -Nutzerinnen nicht mit hämischen Kommentaren. «Mega peinliche Aktion» oder «schämen Sie sich eigentlich gar nicht in Grund und Boden, das einfache Volk auch noch um Spenden zu bitten?» heisst es unter seinem Post, andere glauben gar an ein Fake.

Ein wenig Geld könnte ihm nun allerdings auch aus Buchrechten zufliessen. Seit Montag kann das Buch «Das Ibiza Attentat» bestellt werden, in dem er seine Erinnerungen an den verhängnisvollen Abend festhielt und sich als Opfer inszeniert. «Es ist die Sicht eines Politikers, der Opfer einer lang geplanten Intrige wurde, sich aber nicht in der Opferrolle suhlen möchte», heisst es im Vorwort.

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(trx)

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