Stadt Schaffhausen: Skandalschüler (17) pöbelt wieder – Polizei rückt aus
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Stadt SchaffhausenSkandalschüler (17) pöbelt wieder – Polizei rückt aus

Ein Sekschüler verbreitet in Schaffhausen seit längerer Zeit Angst und Schrecken. Bei seiner letzten Pöbelei mussten sich Schüler gar verbunkern.

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Das Bachschulhaus in Schaffhausen. (Bild: Wikimedia/Hauserphoto

Das Bachschulhaus in Schaffhausen. (Bild: Wikimedia/Hauserphoto

Gewalt gegenüber Schülern und Lehrern, Polizeischutz bei Elterngesprächen, Verdacht auf Radikalisierung und Konsum von IS-Videos – bereits im Februar sorgte der Fall eines Problemschülers in Schaffhausen für Schlagzeilen. Der Schüler sei durch «unpassendes und gewaltbereites Benehmen» aufgefallen, hiess es damals in einer gemeinsamen Mitteilung von Stadtschulrat und Stadtrat.

Die Unsicherheit und Angst unter Schülern und Lehrpersonen habe deshalb «massiv zugenommen». Als Vorsichtsmassnahme wurde der Schüler vom Unterricht suspendiert. Zudem erhielt er diverse Auflagen.

«Schüler mussten sich wie bei einem Anschlag verbunkern»

Wie der «Blick» am Donnerstag berichtet, nützten diese Massnahmen wenig. Immer wieder müsse die Polizei wegen des Problemschülers ausrücken.

So auch am Donnerstag, 15. Juni 2017. Trotz Arealverbots habe der 17-jährige Mazedonier auf dem Pausenplatz herumgepöbelt. «Alle mussten sich in der Schule verbunkern, wie bei einem Anschlag», sagt SVP-Grossrat Edgar Zehnder. Er wolle den Schüler nun mithilfe eines Vorstosses von der Schule fernhalten.

Schüler: «Sie betitelten mich als Scheiss-Muslim»

Gegenüber «Blick» nimmt der Jugendliche nun Stellung zu den Vorwürfen: «Ich wurde von den Lehrern und den Schülern gemobbt, als ‹Scheiss-Muslim› betitelt.» Die Lehrer seien alles Rassisten und hätten Sprüche gemacht, als er beten wollte. Daher auch die Gewaltausbrüche – irgendwann sei ihm der Kragen geplatzt.

Mit der Schule habe er noch nicht abgeschlossen – er wolle die dritte Sekundarschule nachholen. Dies, obwohl er zum Zeitpunkt seiner Stellungnahme eigentlich eine Sonderklasse hätte besuchen sollen. «Keine Lust!», sagte er.

Tochter von SVP-Mann «wollte was von mir»

Zu dem Vorstoss von SVP-Grossrat Zehnder sagt der junge Mazedonier: «Seine Tochter wollte etwas von mir, ich habe sie aber abblitzen lassen.» Daher habe der SVP-Politiker ein persönliches Problem mit ihm. Dieser dementiert: «Sie wollte nie etwas von ihm, da lege ich Wert darauf», so Zehnder. Und er wolle mit allen Mitteln verhindern, dass der 17-Jährige wieder an die Schule geht.

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