Aktualisiert 08.03.2004 07:30

Skandinavische SAS vor dem Ende

Die finanziell angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS steht nach den Worten von Unternehmenschef Jochen Lindegaard vor der Aufspaltung.

Die finanziell angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS steht nach den Worten von Unternehmenschef Jochen Lindegaard vor der Aufspaltung. Der Schritt sollte am Mittwoch endgültig vollzogen werden.

«Für SAS ist das die letzte Chance», wurde Lindegaard in einem Vorabbericht des «Handelsblatt» (Montagausgabe) zitiert. Unter dem Dach einer SAS-Holding sollten eine dänische, eine norwegische, eine schwedische und eine internationale Fluggesellschaft platziert werden, sagte Lindegaard.

Mit der künftigen Struktur könne der Einfluss der Gewerkschaften auf das Unternehmen begrenzt werden. Derzeit müssten die Tarifverhandlungen für die rund 30 000 Beschäftigten in den drei Ländern mit 39 Gewerkschaften geführt werden. Die vier neuen Fluglinien sollten mit einem eigenen Namen, aber unter der Dachmarke SAS agieren.

Die führende Fluggesellschaft Schwedens, Dänemarks und Norwegens hatte im Gesamtjahr 2003 Verluste verbucht, die höher als erwartet ausgefallen waren. SAS kündigte angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage, sinkender Ticket-Preise und eines harten Wettbewerbs weitere Kostensenkungen an.

(sda)

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