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OnewheelSkateboarder fahren bald auf nur noch einem Rad

Ingenieure aus Kalifornien haben ein Skateboard erfunden, das mit Elektroantrieb funktioniert. Auf nur einem Rad gleitet der Fahrer damit über den Asphalt.

von
mba

Wann das Hoverboard aus dem Film «Zurück in die Zukunft 2» real wird, steht noch in den Sternen. Mit dem Onewheel kommen wir dem Traum, auf einem Brett durch die Luft zu fliegen, zumindest einen Schritt näher. Denn mit dem Fuss sein Skateboard anzuschieben oder immer nach Gefälle zu suchen, das gehört schon bald der Vergangenheit an. Ingenieure aus Palo Alto in Kalifornien haben ein Board kreiert, das per Elektroantrieb funktioniert. Es lässt sich im Grunde genommen wie ein herkömmliches Skateboard manövrieren, doch die Körperhaltung bestimmt Antrieb und Beschleunigung – ähnlich wie beim Segway.

Das «Onewheel» ist ein Brett, in dessen Mitte ein mit Luft gefüllter Gokart-Reifen steckt. Leistungsstarke Sensoren und ausgeklügelte Algorithmen helfen bei der Balance und kontrollieren die Fahrt. Lehnt man sich nach vorne, wird beschleunigt. Eine Gewichtsverlagerung nach hinten bremst das Gefährt. «Wir haben dafür Technologien vom Elektroauto bis zum Handy verwendet», sagt Erfinder und Skateboard-Fan Kyle Doerksen. Testfahrer beschreiben das Gefühl als «eine natürliche Verlängerung des Gleichgewichts».

Deux sur un skate

Dank eines Aufrufs auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter konnte das futuristische Brett finanziert werden. Vorlage für den Flitzer war das Snowboard. «Wir haben uns einfach ausgemalt, wie es wäre, wenn man auf einem Board über die Strassen surfen könnte – und genau so ist es auf einem Onewheel. Man fliegt beinahe», sagt Unternehmer Gentry Underwood, der das Projekt unterstützt.

Frontside-Double-Auto-Kickflip

Auf bis zu 20 Kilometer pro Stunde soll man mit dem elf Kilogramm schweren Gefährt beschleunigen können. Einziger Wermutstropfen ist die Akku-Laufzeit: Nach neun Kilometern Fahrt muss der Flitzer für 20 Minuten an die Steckdose. Umgerechnet 1100 Franken kostet der neuartige Untersatz. Die ersten Modelle werden im September erwartet.

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