Aktualisiert 08.12.2011 21:56

US-Börsen

Skepsis über EU-Gipfel drückt Wall Street

Die Weigerung der EZB, zur Linderung der Schuldenkrise massiv Staatsanleihen zu kaufen, hat an der Wall Street für lange Gesichter gesorgt. Der Dow Jones schloss 1,6 Prozent im Minus bei 11 997 Punkten.

Die Weigerung der EZB, zur Linderung der Schuldenkrise massiv Staatsanleihen zu kaufen, hat am Donnerstag an der Wall Street für lange Gesichter gesorgt.

«In den letzten Tagen deutete sich an, dass sie diese Panzerfaust in Stellung bringen. Jetzt treten sie dem Eindruck aber entgegen», sagte Tom Donino von First New York Securities. Anzeichen für deutliche Meinungsunterschiede zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel beschleunigten die Talfahrt im Handelsverlauf.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,6 Prozent im Minus bei 11 997 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 11 966 und 12 195 Punkten geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P- 500 fiel 2,1 Prozent auf 1234 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büsste 2,0 Prozent auf 2 596 Punkte ein.

Für Enttäuschung sorgten vor allem Berichte, dass Deutschland auf seiner harten Haltung beharrt und etwa eine Banklizenz für den dauerhaften Rettungsschirm ESM weiterhin ablehnt. Dies bekamen vor allem Finanzwerte mit teils deutlichen Verlusten zu spüren.

Abgebremst wurde die Talfahrt lediglich durch positive Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank vergangene Woche auf den tiefsten Stand seit einem Dreivierteljahr. Die Anträge lagen bei 381 000 und damit um 23 000 unter der Vorwoche. Das ist der niedrigste Stand seit Ende Februar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 405 Werte legten zu, 2 580 gaben nach und 79 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 349 im Plus, 2 158 im Minus und 85 unverändert.

(sda)

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