Demo in Uster - Massnahmen-Kritiker schikanieren deutsches TV-Team mit Kuhglocken
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Demo in UsterMassnahmen-Kritiker schikanieren deutsches TV-Team mit Kuhglocken

Ein deutsches Fernsehteam des Senders ZDF begleitet die Demonstration in Uster. Reporterin und Kameramann wurden massiv angegangen. Sie sind bestürzt.

von
Angela Rosser
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Ein Fernsehteam des deutschen Senders ZDF begleitete die Demonstration vom 25. September 2021 in Uster.

Ein Fernsehteam des deutschen Senders ZDF begleitete die Demonstration vom 25. September 2021 in Uster.

Privat
Sie seien massiv angegangen und beschimpft worden, sagte ein Kameramann. Ausserdem begleiteten sie konstant zwei Personen mit Glocken, um die Berichterstattung zu stören.

Sie seien massiv angegangen und beschimpft worden, sagte ein Kameramann. Ausserdem begleiteten sie konstant zwei Personen mit Glocken, um die Berichterstattung zu stören.

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Jemand schüttete gar ein Getränk über die Kamera. «So etwas haben wir noch nie erlebt», so der Kameramann sichtlich frustriert.

Jemand schüttete gar ein Getränk über die Kamera. «So etwas haben wir noch nie erlebt», so der Kameramann sichtlich frustriert.

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Darum gehts

  • Ein deutsches Fernsehteam wurde eingeladen, die Demonstration in Uster zu begleiten.

  • Anwesende störten und beschimpften das Team massiv.

  • Um die Kamera zu beschädigen, habe sogar jemand ein Getränk darüber ausgekippt.

Bei der Demonstration in Uster am Samstag nahmen nicht nur mehrere tausend Demonstrantinnen und Demonstranten teil, sondern auch ein Fernsehteam des deutschen TV-Senders ZDF. Die Fernsehleute vom Auslandjournal wurden von «Massvoll»-Gründer Nicolas Rimoldi eingeladen, ihn und die Demonstration in Uster zu begleiten. Rimoldi bestätigte dies gegenüber 20 Minuten.

Sabotage an Fernsehkamera

Das Team begleitete schon mehrere Querdenker-Demos in Deutschland, aber wie der Kameramann zu 20 Minuten sagte: «So etwas haben wir noch nie erlebt.» Was ist in Uster passiert? «Wir wurden massiv angegangen und beschimpft», erzählt der Kameramann. Er spricht von einer «äusserst aggressiven» Stimmung. Jemand habe sogar ein Getränk über die Kamera geschüttet, um diese ausser Betrieb zu setzen.

Besseren Polizeischutz gewünscht

Er hätte sich besseren Schutz durch die Polizei und die anwesenden Sicherheitskräfte gewünscht. «Zudem wurden wir konstant von zwei Personen mit Glocken gestört», schildert der ZDF-Mitarbeiter den Nachmittag in Uster. Sobald sich die Demonstrierenden auf der Püntwiese zusammengefunden hatten, sind die Fernsehleute nach Hause gefahren.

Josef Ender vom Aktionsbündnis der Urkantone sagt zu dem Zwischenfall, dass er das nicht direkt mitbekommen habe, sie aber immer dazu aufrufen, friedlich zu demonstrieren. Der Medienchef der Kantonspolizei Zürich, Patrick Céréda, sagt, die Polizei habe keine Kenntnis von diesem Zwischenfall.

Übergriffe gegen Medienschaffende, ob verbal oder körperlich, häufen sich. Im März wurde ein Journalist bei der Demonstration in Liestal ins Gesicht geschlagen. Bilder bezeugen die blutige Attacke. Zeitungen und Online-Medien berichten von Beleidigungen von Demonstrierenden gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und an der Corona-Massnahmen-Demo in Luzern schlug ein Mann einen 20-Minuten-Reporter in den Nacken. Auch wenn Organisatorinnen und Organisatoren aufrufen, friedlich zu demonstrieren, kommt es dennoch vermehrt zu Ausschreitungen.

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