«Schutzengel»: Ski-Airbag am Lauberhorn zum ersten Mal dabei
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«Schutzengel»Ski-Airbag am Lauberhorn zum ersten Mal dabei

Beim Training in Gröden haben nur wenige Abfahrer den Airbag getragen. In Wengen wird der neue Sicherheitsschutz dann erlaubt sein.

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pbt
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Die Ski-Airbags kommen ab dem 1. Januar 2015 im Weltcup zum Einsatz. Der Internationale Skiverband FIS gab grünes Licht. Damit sollen die Sportler besser vor schweren Verletzungen geschützt werden.

Die Ski-Airbags kommen ab dem 1. Januar 2015 im Weltcup zum Einsatz. Der Internationale Skiverband FIS gab grünes Licht. Damit sollen die Sportler besser vor schweren Verletzungen geschützt werden.

Keystone/AP/Alessandro Trovati
Ursprünglich hätten die Airbags bereits am 19./20. Dezember 2014 bei den Rennen in Val Gardena zum Einsatz kommen. Sie mussten jedoch dem Reglement nochmals angepasst werden.

Ursprünglich hätten die Airbags bereits am 19./20. Dezember 2014 bei den Rennen in Val Gardena zum Einsatz kommen. Sie mussten jedoch dem Reglement nochmals angepasst werden.

Keystone/Ettore Ferrari
Der Italiener Werner Heel bei einem Test im Jahr 2011.

Der Italiener Werner Heel bei einem Test im Jahr 2011.

Keystone/AP/Armando Trovati

Ursprünglich bewilligte der Ski-Weltverband FIS das «D-air-System» – Airbag genannt – für die Abfahrt in Val Gardena, die heute stattfindet. Weil noch Anpassungen gemacht werden mussten, wird der «Schutzengel» erst ab 2015 offiziell erlaubt. Das erste Speed-Rennen im neuen Jahr ist am 17. Januar die Lauberhorn-Abfahrt.

Am Mittwoch trugen in Gröden nur wenige Fahrer den Airbag im Training. Der Italiener Werner Heel äusserte sich als Testpilot wenig begeistert: «Die Bewegungsfreiheit war stark eingeschränkt, weil der Protektor extrem auf die Schultern gedrückt hat.» Schweizer und Österreicher verzichteten. Nicht, weil sie der Neuerung abgeneigt wären, sondern weil im Südtirol bloss ein Training durchgeführt werden konnte und dieses mit gewohntem Material absolviert werden sollte.

Feuz begrüsst den Airbag

Die Top-Athleten sprechen sich für den Airbag aus. «Alles, was die Sicherheit verbessert, ist kein Nachteil und muss befürwortet werden», sagte Beat Feuz im Oktober zu Skionline.ch. Kjetil Jansrud, der bisherige Speed-Dominator in diesem Winter, hofft, dass der neue Sicherheitsschutz möglichst bald Standard sein wird. «Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder jemand stürzt mit dem Airbag schwer und verletzt sich nicht, dann werden ihn alle tragen. Oder es stürzt jemand ohne Airbag und verletzt sich, dann werden ihn auch alle tragen. Leider muss vorher immer etwas passieren.»

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