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Polizei-NachspielSki-Flitzerin ist Vinatzers «neue Freundin»

Kinsey Wolanski störte beim Nachtslalom in Schladming Alex Vinatzers Fahrt. Der Athlet nimmt die Aktion gelassen, die Polizei nicht.

von
heg

Kinsey Wolanski löst die Zeit vor Alex Vinatzer aus. (Video: SRF)

Ob vor Ort in Schladming oder zu Hause an den Fernsehgeräten: Bei Alex Vinatzers Fahrt im zweiten Lauf des Nachtslaloms kam es zu einer grossen Überraschung. Eine mit Badeanzug bekleidete Frau flitzte über die Ziellinie und hielt ein Transparent in die Luft: «Rest in Peace, Kobe Bryant», stand darauf. Eine Hommage an die am Sonntag verstorbene amerikanische Basketball-Legende.

Der 20-jährige Italiener bemerkte die Szene mit Kinsey Wolanski zuerst gar nicht und freute sich über die Bestzeit. Dumm nur, dass die Flitzerin, die bereits beim Champions-League-Final zwischen Tottenham und Liverpool 2019 aufs Feld stürmte, die Zeitnahme auslöste. Vinatzer fehlten in der Tat 13 Hundertstel auf den zwischenzeitlichen Leaderthron.

Polizeiliche Konsequenzen

Wie Wolanski auf die Piste kam, ist weiter nicht bekannt. Denkbar ist, dass sie einfach über die Abschrankungszäune kletterte und an den Sicherheitsleuten vorbei ins Ziel kam. Dort wurde die 23-jährige Amerikanerin vom Sicherheitspersonal empfangen und so lange festgehalten, bis die Polizei eintraf. Gemäss österreichischen Medien wird die Flitzerin wegen Verdachts einer Verwaltungsübertretung angezeigt. Die Polizei hat auch eine Kaution festgelegt.

Vinatzer hat mit der ganzen Sache weniger Probleme. Er traf die Flitzerin im Zielraum sogar noch und postete ein gemeinsames Bild mit ihr. Dazu schrieb der junge Italiener: «Sieht so aus, als hätte ich eine neue Freundin! 6. Platz in Schladming und vermutlich das beste Zielfoto aller Zeiten. Schladming, du warst grossartig!» Wolanski kommentierte das Bild mit den Worten «I love you».

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