Fehlender Schnee: Ski-Hersteller bangen ums Geschäft
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Fehlender SchneeSki-Hersteller bangen ums Geschäft

Nicht nur Wintersportorte erleben einen schweren Saisonstart. Auch bei Herstellern und Händlern von Sportartikeln sorgt der Schneemangel für Probleme.

von
Laura Frommberg
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Derzeit sieht es auf den Bergen vielerorts noch so aus. Es liegt kaum Schnee. Im Bild: Das Gebiet der Flumserberge Anfang Dezember.

Derzeit sieht es auf den Bergen vielerorts noch so aus. Es liegt kaum Schnee. Im Bild: Das Gebiet der Flumserberge Anfang Dezember.

zvg
Auch in St. Moritz fehlt im Tal noch der Schnee.

Auch in St. Moritz fehlt im Tal noch der Schnee.

Leser-Reporter
Dafür liegt im Engadin auf den Bergen schon richtig viel Schnee, wie dieses Bild beweist.

Dafür liegt im Engadin auf den Bergen schon richtig viel Schnee, wie dieses Bild beweist.

Der Schnee will einfach nicht kommen. Und das bereitet nicht nur den Schweizern Sorgen, die auf weisse Weihnachten oder Skiferien mit Pulverschnee gehofft hatten. Auch für die Sportartikelbranche ist das warme Wetter eine Herausforderung. Denn: Was will man schon mit den neusten Ski der Saison, wenn man sie nicht einmal testen kann? Daher schieben die Sportler ihre Käufe auf.

«Ochsner Sport bekommt das warme Wetter bei den Verkaufszahlen zu spüren», so Pressesprecher Steve Schennach. Er sei aber «verhalten optimistisch», dass das Geschäft noch zum Laufen komme. Spontane Ausverkäufe oder ähnliche Aktionen seien daher vorerst nicht geplant.

Eintauschaktion bei Stöckli

Skihersteller bangen ebenfalls um die Absätze. «Der fehlende Schnee hat bei Stöckli einen negativen Einfluss auf die Abverkäufe», sagt Adrian Albrecht, Marketingchef beim Schweizer Unternehmen. Ohne Schnee bis ins Flachland würden Skisportler Investitionen in neue Ausrüstungen wie Ski, Skischuhe oder Bekleidung tendenziell aufschieben.

Um die Kunden dennoch zu locken, bietet Stöckli Kunden daher nun bis Ende Jahr eine Ski-Eintauschaktion. Für ein paar alte Ski bezahlt der Hersteller 100 Franken – bei gleichzeitigem Kauf eines neuen Paar Ski.

Rossignol optimistisch

Der französische Hersteller Rossignol gibt sich noch etwas optimistischer. «Bei uns zeigt sich das schlechte Wetter nicht so schnell in den Zahlen», sagt der Schweiz-Verantwortliche Simon Boner. Bei den Nachbestellungen seien die Kunden aber vorsichtiger. Spezielle Aktionen plane man nicht – sie seien auch gar nicht besonders effektiv.

Ski, so Boner, seien ein emotionales Produkt. Es sei wie mit Regenschirmen bei strahlendem Sonnenschein im Hochsommer. «Die können sie auch für den halben Preis nicht loswerden – erst wenn es regnet, werden sie interessant.»

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