Weiche Pisten in Saas-Fee: «Skifahren bald nicht mehr möglich» – Shiffrin schlägt Schnee-Alarm

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Weiche Pisten in Saas-Fee«Skifahren bald nicht mehr möglich» – Shiffrin schlägt Schnee-Alarm

Ski-Superstar Mikaela Shiffrin befindet sich einmal mehr in Saas-Fee, um sich auf die bevorstehende Saison vorzubereiten. Aufgrund der hohen Temperaturen ist dies aber alles andere als einfach.

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Mikaela Shiffrin ist besorgt: Wie lange kann man auf den Schweizer Gletschern noch trainieren im Sommer?

Mikaela Shiffrin ist besorgt: Wie lange kann man auf den Schweizer Gletschern noch trainieren im Sommer?

imago images/Sammy Minkoff
Die Bedingungen auf dem Feegletscher seien alles andere als optimal.

Die Bedingungen auf dem Feegletscher seien alles andere als optimal.

IMAGO/Action Plus
Mikaele Shiffrin (r.) mit ihrem Partner und Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen.

Mikaele Shiffrin (r.) mit ihrem Partner und Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen.

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Darum gehts

  • Wie im letzten Jahr bereitet sich die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin in Saas Fee auf den Weltcup vor.

  • Aufgrund des heissen Sommers sind die Bedingungen auf dem Saasgletscher alles andere als optimal. 

  • Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin zeigt sich gegenüber dem Walliser Boten besorgt.

  • Swiss-Ski disponiert derweil um und schickt Athleten  und Athletinnen nach Südamerika.

Ski-Superstar Mikaela Shiffrin zeigt sich im Walliser Boten besorgt: «Vielleicht dauert es gar nicht mehr lange, bis wir Skifahren überhaupt nicht mehr als praktikablen Sport anschauen können.» Anlass zu dieser deutlichen Aussage gaben der 27-jährigen US-Amerikanerin die schlechten Pistenbedingungen in Saas-Fee. Wie bereits im Jahr zuvor bereitet sich Shiffrin im Walliser Bergort auf die kommende Saison vor.

Dieses Jahr seien die Umstände aufgrund des heissen Sommers schlecht. «Der Unterschied zum letzten Jahr ist ziemlich drastisch», sagt die 74-fache Weltcupsiegerin. Nur selten sei die Unterlage auf dem Feegletscher, wo mit der Slowakin Petra Vlhová auch Shiffrins härteste Konkurrentin um den Gesamtweltcup trainiert, hart genug: «Es hat sehr wenig Schnee. Und dort, wo Schnee liegt, ist dieser oft sehr schmutzig», führt Shiffrin aus.

Angespannte Lage

Die Grundstimmung auf dem Berg sei angespannt. Die viermalige Gesamtweltcupsiegerin: «Alle, die hier arbeiten, scheinen etwas angespannt zu sein. Das ist verständlich, denn es ist hart zu sehen, wie deine Geschäftsgrundlage davonschmilzt.»

Noch aber läuft der Betrieb auf dem Gletscher. In der Vorwoche gab es sogar noch etwas Schnee. Nun aber folgen die Konsequenzen der nächsten Hitzewelle. Die Frage bleibt: Wie lange noch. Swiss-Ski hat bereits umdisponiert und schickt einige Techniker im August nach Argentinien, andere werden in Chile trainieren. Aufgrund des Gletscherschwunds dürften Sommertrainings in der Schweiz so oder so bald Geschichte sein.

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(sih)

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