Wetter: Skigebiete gehen in Prognosen-Offensive
Aktualisiert

WetterSkigebiete gehen in Prognosen-Offensive

Sonnenschein statt Nebelsuppe: Mit lokalen Vorhersagen wollen Berggebiete Fehlprognosen korrigieren.

von
Stefanie Nopper
So sieht das 360-Grad-Panorama der Jungfrau Ski-Region aus.

So sieht das 360-Grad-Panorama der Jungfrau Ski-Region aus.

Gerade jetzt, währen der Sportferienzeit, sind zuverlässige Wetterprognosen der Meteodienste für Skifahrer wichtiger denn je. Fürs Wochenende ist durchzogenes Wetter angesagt. Stimmen diese Prognosen aber nicht mit dem tatsächlichen Bergwetter überein und es gibt Sonnenschein statt Nebelsuppe, leiden die Ski­regionen: «Bei schlechter Vorhersage an einem schönen Sonnentag verzeichnen wir in Adelboden-Lenk bis zu 50 Prozent weniger Wintersportler», klagt Jürg Blum, Direktor von Adelboden Tourismus. Das Problem sei, dass besonders Städter nicht mehr so spontan in die Berge führen wie früher.

Dabei genügt bereits ein kleiner Föhnstoss, um die Wolken wegzublasen. Damit sich die Gäste von vermeintlich schlechten Aussichten nicht abschrecken lassen, wurde die Wetter-Website der ­Skiregion stark ausgebaut. Eine moderierte Wettersendung im Internet, bei der fast jeder Bergzipfel erfasst ist, soll die Ausflügler besser informieren. Auch in der Jungfrau-Region wird auf regionale Wetterprognosen gesetzt. Animierte Wetterprognosen werden stündlich aktualisiert. Neu gibt es zudem 360-Grad-Webcams, die live die Wetterlage zeigen. «So können unsere Gäste prüfen, ob die Vorhersage wirklich stimmt, und spontan auf die Ski steigen», sagt Patrizia Pulfer, Sprecherin der Jungfraubahnen.

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