Ski-Saison: Skigebiete wollen grösser, moderner und jünger sein
Aktualisiert

Ski-SaisonSkigebiete wollen grösser, moderner und jünger sein

Die Schweiz erhält das fünftgrösste Skigebiet Europas. Aber nicht nur die Masse soll kommen, sondern vor allem Junge.

von
Christian Holzer
Ein Skifahrer auf der Piste in Hasliberg

Ein Skifahrer auf der Piste in Hasliberg

Stolz präsentiert Armon Cantieni, Direktor der Bergbahnen Gstaad, sein neuestes Produkt: «Mit dem Superpass haben wir das fünftgrösste Skigebiet Europas.» Gstaad Mountain Riders hat sich mit den Skiregionen der Alpes Vaudoises zusammengetan, um gemeinsam 420 Kilometer Pisten in 17 Stationen anzubieten. «Der Kunde will heute flexibel sein und mehrere Skigebiete befahren können», sagt Cantieni.

Wer in Adelboden-Lenk ein SaisonabonnementPlus kauft, kann gratis die Pisten der Jungfrau Region – und umgekehrt – benutzen. «Durch gemeinsame Auftritte werden wir attraktiver, nicht zuletzt gegenüber dem Ausland», sagt Matthias Werren von der Skiregion Adelboden-Lenk. Bestrebungen in diese Richtung müssten weitergehen.

Die Skiregion Jungfrau baut auf Kapazität. Der Sessellift Wixi aufs Lauberhorn transportiert neu 2400 Personen pro Stunde. Das sind doppelt so viel wie noch in der letzten Skisaison.

Die Skigebiete ködern vor allem junge Leute. In Gstaad entsteht ein neuer Snowpark auf 420 Metern. In Grindelwald fahren samstags zwei Kinder gratis pro gekaufte Tageskarte für Erwachsene. Aber auch kleinere Skigebiete wollen junge Fahrer auf ihre Pisten locken. Meiringen-Hasliberg reduziert die Preise für Kindertageskarten von 32 auf 28 Franken. Ausserdem soll die beliebte Ski-Cross-Piste ausgebaut werden.

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